Gerettet {Straßenbegleitgrün}.

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Kennt Ihr das auch - dass man sich etwas in den Kopf gesetzt hat und das dann UNBEDINGT auch GENAU SO passieren muss? Ich bin (leider) so. Leider in Klammern, weil man dadurch nicht gerade ein Ausbund an Flexibilität ist, andererseits aber auch nur in Klammern, weil man dadurch oft Ausdauer beweist, wo andere schon längst aufgegeben haben. Und dann eben doch bekommt, was man ursprünglich wollte.

Gestern war mal wieder so ein Fall – wobei ich dazu sagen muss, dass es eigentlich ein total banaler und geradezu zum an-den-Kopf-fassen egaler Fall war: Gestern hatte ich einen Termin mitten im Nichts. Was dazu führte, dass ich insgesamt drei Stunden lang mit dem Auto auf Landstraßen unterwegs war. Immerhin hatten wir allerschönstes Frühsommerwetter (auf das ich schon gar nicht mehr zu hoffen gewagt hatte) und die Landschaft war äußerst idyllisch. Während ich so Sommerlieder-vor-mich-hinsingend durch die Gegend für und die schönen Felder und Wiesen bewunderte, fiel mir auf, dass fast überall am Straßenrand die allerschönsten Margeriten wuchsen. Tausende Margeriten. Was sage ich… Millionen Margeriten. Einfach so am Straßenrand – als das, was im Beamtendeutsch “Straßenbegleitgrün” nennen. Margeriten gehören zu meinen absoluten Lieblingsblumen. Niedlich wie übergroße Gänseblümchen – und noch dazu sind sie für mich einfach der Inbegriff des beginnenden Sommers. Sie erinnern an warme Sommerabende, an duftendes Gras, an Sonne auf nackten Armen und den Geruch von Sonnenmilch… Also: Memo an mich selbst: Auf dem Heimweg auf jeden Fall und unter allen Umständen anhalten einen dicken, fetten Strauß Margeriten pflücken. Ich hatte sogar schon konkrete Pläne zum Pflücken (Kombimesser im Handschuhfach – irgendwann muss das ja endlich mal zum Einsatz kommen) und zum Bewahren der Blumen vor dem Austrocknen (Wasserflasche nicht ganz austrinken, Taschentuch mit dem Wasser tränken und drumwickeln oder hilfsweise Wasserflasche als temporäre Vase nutzen) geschmiedet.

Margeriten

 

Als ich von meinem Termin mitten im Nichts zurückfuhr, war ich also guter Dinge und hielt freudig nach den Millionen von Margeriten am Straßenrand Ausschau. Die ersten paar Kilometer fuhr ich vorbei – schließlich sollten die Blümlis ja nicht so lange im warmen Auto fahren müssen. Nachdem ich durch einen kleinen Ort gefahren war, beschloss ich, beim allernächsten größeren Margeritenvorkommen anzuhalten.

Aber dann: GEMÄHT! Alles abgemäht!!! Mein ganzes schönes Straßenbegleitgrün. Einfach weg! Ich fuhr und fuhr und konnte gar nicht mehr auf die schöne Landschaft achten. Immer nur der Scannerblick rechts und links und links und rechts: Wo sind meine Margeriten??? Erst dachte ich ja, nur die eine Gemeinde hätte gemäht. Aber nichts da. Die ganze Bundesstraße, komplett durch den Landkreis, mehrfach abgebogen, durch den nächsten Landkreis und am Ende noch am Rande einer kreisfreien Stadt. Alles ratzekahl abgemäht. Unglaublich. Es war fast, als hätte nach dem Blitzmarathon von dieser Woche nun der Mähmarathon stattgefunden.

Und da kam die negative Seite meines Planungswahns wieder durch ;-) : Ich hatte ja nunmal den Beschluss gefasst, unbedingt auf der Rückfahrt einen dicken, fetten Strauß Margeriten zu pflücken. Ich sah sie quasi schon auf dem Terrassentisch stehen. Also mussten nun auch Margeriten her. Doch da nahte (die letzte) Rettung für mein Seelenheil: Hunderte von Margeriten, die an einer fiesen Stelle, an der die normale Bundesstraße in so eine Schnellstraße übergeht (Ihr wisst schon, mit Leitplanken dazwischen, wo nur noch Autos fahren dürfen und die Leute alle ihren Fastfood-Müll aus dem Fenster schmeißen). Direkt vor Beginn der Außenleitplanke war eine kleine Parkbucht (um den Fastfood-Müll besser rauswerfen zu können?). Yippie ya yeah! Geistige Freudentänze! Plan gerettet! Quasi unter Einsatz meines Lebens (okay, ist vielleicht ein bisschen übertrieben) stieg ich aus der Beifahrerseite aus und war im Margeritenparadies. Die einzige Stelle auf anderthalb Stunden Fahrt, die vor dem Mäher verschont geblieben ist. Wahrscheinlich ist der dann heute noch mal wiedergekommen… Ordnung muss sein… Aber: Ha! Einen dicken, fetten Strauß Margeriten habe ich vor Dir gerettet, Mähmarathon-Man!

Margeriten in weißer Kanne

Hier der Beweis: Mein höchstpersönlich gerettetes Straßenbegleitgrün:

Margerite Margeriten

 

Sehr schön übrigens auch von unten:

Margeriten von unten

 

Wahnsinn, was für einen tollen blauen Himmel wir plötzlich haben! Es duftet nach Gras, Sonnenmilch und Grillkohle. Die Vögel zwitschern, meine Haut riecht nach Sonne, ich sitze mit meinen Lieblingsmenschen auf der Terrasse und bewundere meinen Margeritenstrauß.

JETZT bin ich glücklich.

Margeriten von unten

 

Liebste Grüße aus dem tiefblauen Margeritenhimmel,

Kathrin

Büüüüüü

frisch nordisch gut

 

Moin.

Na, wer möchte ein paar Krabben puhlen? Oder auch pulen – ich habe beide Schreibweisen gefunden und kann mich nicht entscheiden. Aber sind sie nicht hübsch anzusehen?

Büsumer Krabben

Ich muss ganz ehrlich gestehen, dass ich da ein bisschen zart besaitet bin. Ich kann Tiere nur dann essen, wenn man sie nicht mehr als solche erkennen kann. Also, vom Geschmack her mag ich sehr gerne Krabben, Fisch, Brathähnchen… Aber wenn die Krabbe oder der Fisch mich noch angucken und das Hähnchen zwar ohne Kopf und Federn, dafür aber noch mit Flügeln vor mir liegt (so dass ich mir einbilde, dass es gleich losflattert), dann gruselt es mich. Krabbenpuhlen wäre für mich die Höchststrafe. Aber da meine rege Phantasie auch umgekehrt funktioniert, gelingt es mir manchmal – ganz selten – auszublenden, was ich da gerade esse. Und wenn das gelingt, finde ich ein Krabbenbrötchen seeehr lecker ;-) . Furchtbar prinzipienuntreu und inkonsequent, ich weiß. Aber manchmal ganz praktisch.

Aber von vorne: Gerade kommen wir zurück von einem wunderbaren (Mittelgroß-)Familienwochenende in Nordfriesland. Gewohnt haben wir in Friedrichstadt – einer ganz süßen kleinen holländisch geprägten Ministadt mit Grachten und Treppengiebeln. Aber dazu in den nächsten Tagen mehr. Und da wir schon mal dort waren (und Nordfriesland für uns nicht gerade direkt um die Ecke liegt), haben wir auch Husum, Büsum, Nordstrand und Sankt Peter Ording einen Besuch abgestattet. Wer noch nicht dort war: hin. Eine wunderschöne Gegend mit saftigen Wiesen, Schafen, schwarzweißen Kühen, Deichen, Windrädern und viiiiiel Meer (wenn es gerade da ist – ansonsten mit viiiiiel Watt).

Leider war das Pfingstwetter echt bescheiden. Wir haben an vier Tagen insgesamt genau fünf Minuten lang die Sonne gesehen. Und auch da konnten wir sie nur vage durch eine Wolke erahnen. Sehr schade, weil bei Sonnenschein natürlich alles gleich nochmal so schön wirkt. Aber auch so war es gut, mal rauszukommen und was anderes zu sehen.

Am Sonntag also: Büsum. Was mich dazu verleitete, den Uraltscherz meines alten Kumpels Christoph zu recyclen und mich nicht als Büsumerin, sondern als Bü-Summerin zu betätigen, indem ich fortwährend leise Büüüüüüüü summte. Haha. Guter Kindergartenscherz, was? Funktioniert übrigens auch mit Husum…

Aber ich schweife ab. Büsum hat uns überrascht. Obwohl Büsum echt klein ist (so um die 5.000 Einwohner), war dort unglaublich viel los. Nicht, dass ich mir vorher großartig Gedanken über eine Rangliste der größten Fremdenverkehrsorte an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste gemacht hätte – aber ich wäre jedenfalls nicht darauf gekommen, dass Büsum tatsächlich der drittgrößte sein könnte (nach Sankt Peter Ording und Westerland). Ich bin mir nicht sicher, ob ich dort einen ganzen Urlaub verbringen wollen würde (dafür fehlt mir erstens ein schöner Sandstrand und zweitens schien mir die Urlauber-Zielgruppe auch eher “etwas” älter zu sein), aber für einen Tagesausflug ist Büsum wirklich nett. Ein richtiger Hafenort, der sogar früher mal eine Insel war und “erst” 1585 mit dem Festland verbunden wurde.

Schiffe am Büsumer Hafen

 

Auch für die Fotos finde ich es echt schade, dass wir so trübes Wetter hatten – stellt Euch einfach blauen Himmel mit ein paar Schäfchenwolken vor…

Leuchtturm Büsum

 

Als Fischerort ist Büsum berühmt für seine Krabbenfischerei. Liegt ja auch nahe. Ich habe allerdings gehört, dass die Erträge zurückgehen – aber für’s Image dürfte es wichtig sein, den Krabbenfang zu erhalten. Absolut irrsinnig finde ich es aber, dass die Krabben, die früher direkt vor Ort von Hand gepuhlt wurden, heute größtenteils per LKW oder Schiff nach Marokko bzw. in osteuropäische Länder geschickt werden, um dann hinterher als “frisch” gepuhlt hier verkauft zu werden. Ist das nicht ein ökologischer Wahnsinn? Und mit frisch hat das ja nun auch wirklich nichts mehr zu tun. Bah. Aber immerhin gibt es mittlerweile in Büsum auch zwei Krabbenpuhlmaschinen, die die Tierchen direkt vor Ort nackig machen. Gut so, Büsum!

Aber wenn man nicht ganz so zimperlich ist wie ich, kann man auch Krabben mit Panzer kaufen und sie dann selber puhlen. Nordseefeeling garantiert!

Zum Beispiel “Dütten Steffi”:

Krabbenstand in Büsum

Die Krabben werden hier übrigens nicht gewogen, sondern mit einem großen Blechkrug literweise abgemessen:

Büsumer Krabben

Was nicht gebraucht wird, geht wieder zurück ins Meer:

Fischkutter mit Besatzung im Büsumer Hafen

 

Wenn das Wetter NOCH schlechter ist, man einfach generell keine Lust hat zu laufen oder einen der ganze Hafenkram nervt, bietet Büsum übrigens auch eine kleine Fußgängerzone mit Geschäften, die sogar Pfingstsonntag geöffnet hatten. Tat mir für die Beschäftigten ein bisschen leid, aber für uns war es ganz schön. Wenn man will, kann man sich dort auch von Kopf bis Fuß im maritimen Look einkleiden. Blauweißgestreifte Mütze, blauweißgstreifter Schal, blauweißgestreiftes Shirt. Oder vielleicht gleich ein Fischerhemd? Ich konnte mich zurückhalten und bin bei zwei Schals geblieben (bin nach Auffassung meiner Angehörigen ein kleines bisschen schalsüchtig…). Und wenn es einem in Büsum nicht mondän genug ist (denn dass ist es tatsächlich nicht), dann hat man die Möglichkeit, sich direkt am Hafen zu Gosch zu setzen und sich bei Hugo und Scampi vorzustellen, man sei auf Sylt ;-) .

Ich für meinen Teil hatte nach einer halben Stunde genug geshoppt und fand den schnuckeligen historischen Hafen von Büsum sehenswert genug…

Fischernetz im Hafen von Büsum

Historischer Hafen mit Leuchtturm in Büsum

Historischer Hafen Büsum

Pfähle am historischen Hafen Büsum

 

…ebenso wie Hunderte anderer Urlauber auch:

Menschenmenge am Büsumer Hafen

 

Aber isses nicht auch wirklich idyllisch?

 

 

Fischkutter im historischen Hafen Büsum

Fischernetz

Giebel aus rotem Backstein in Büsum

 

Historischer Hafen Büsum mit Leuchtturm

 

Sehr gut, Herr Bürgermeister ;-) :

Verkehrsschild: Vernünftige fahren hier nicht mit dem Rad... den anderen ist es verboten. Gemeinde Büsum - Der Bürgermeister.

 

Etwas unklar war mir allerdings die Sinnhaftigkeit der Institution einer Urlauberseelsorge in Büsum. Behandelt man die Touristen dort so schlecht, dass sie sich die ganze Ungerechtigkeit von der Seele reden müssen? Lässt man sie gar in alter Strandräubermanier auf der Wattwanderung allein zurück und manche von ihnen kommen völlig entkräftet und schwer traumatisiert nach langer, langer Irrwanderung in den Hafen Büsums zuück, um dort direkt nach dem Hinweisschild zur Urlauberseelsorge zu suchen? Büsum, ich weiß nicht recht…

Urlauberseelsorge

 

Kennt Ihr eigentlich die Idee des Büchertausches an öffentlichen Orten? Ich habe sowas in Hannover an der Marktkirche schon mal gesehen – und irgendwo anders auch (ich weiß nur nicht mehr wo). Das Prinzip funktioniert wie folgt: An einem offen zugänglichen Ort befindet sich ein Bücherschrank oder ähnliches (es soll auch Bücher-Telefonzellen geben – eine sehr süße Idee), an dem man kostenlos, anonym und ohne jegliche Formalitäten Bücher leihen, kaufen oder tauschen kann. Man kann das Ganze also entweder als Leihbücherei nutzen oder man nimmt ein Buch und gibt eine Spende in einen dafür vorgesehenen Behälter oder – und das ist eigentlich die beste Möglichkeit – man nimmt ein Buch heraus und stellt dafür ein anderes wieder hinein. Eine supertolle Idee, finde ich! Vor allem im Urlaub, wenn man seinen ganzen Lesestoff schon verbraucht und keine große Lust hat, einen Koffer voller Bücher mit nach Hause zu schleppen. Natürlich ist es immer ein bisschen Glückssache, was gerade so im Schrank vorhanden ist, aber das macht das Ganze doch irgendwie noch viel interessanter. Ich finde es toll! Ja, und in Büsum gibt es – passend zum Gesamtkonzept – natürlich nicht einfach irgendeinen Bücherschrank, sondern einen Bücherstrandkorb. Schön, nicht?

Bücherstrandkorb in Büsum

 

Zu guter Letzt wollten wir natürlich noch so richtig das Meer sehen. War aber nicht da. Nur Watt. Statt gelbem Sand, blauem Himmel und türkisfarbenem Meer diesmal nur beiges Watt an grauem Himmel. Auch schön…

Wattenmeer vor Büsum

 

Wattenmeer vor Büsum

 

Und damit verabschiede ich mich vorerst aus dem Watt. Aber: Heute ist nicht alle Tage…

 

 

Kathrin im Wattenmeer vor Büsum

Liebe Grüße aus Kathrinville, das diesmal in Büsum war,

Kathrin

Wo Werra sich und Fulda küssen…

Letzten Freitag, als (gefühlt) ALLE anderen den Brückentag freigenommen haben, hatte ich beruflich in Göttingen zu tun und danach noch ein bisschen Zeit. So richtig in die Stadt fahren wollte ich nicht, weil das immer so lange aufhält, aber stattdessen habe ich beschlossen, mich auf der Rückfahrt einfach mal von diesen braunen Sehenswürdigkeits-Hinweisschildern auf der Autobahn inspirieren zu lassen und mir mal was anzugucken, was ich noch nie gesehen habe.

Hannoversch Münden

Bin ich eigentlich bundesweit die Erste, die das tut? Ich finde diese Schilder so unhübsch und unattraktiv designt, dass ich mir nur schwer vorstellen kann, dass sich jemand allen Ernstes allein aufgrund dieser Schilder überlegt, doch mal Kloster X oder die Gesundheitstherme Y zu besuchen. Wahrscheinlich sind die sowieso nur dazu da, damit sich die jeweiligen Bürgermeister freuen, dass ihre Stadt an einer Autobahn erwähnt ist… Oder so. Naja, letzten Freitag hat sich die Investition gelohnt, liebes Bundesfernstraßenamt (oder wer auch immer dafür zuständig ist) und ich habe mich tatsächlich davon lenken und leiten lassen.

Eigentlich dachte ich daran, an eine Burg oder sowas in der Art zu besichtigen, aber dann sah ich das Schild mit der Aufschrift “Historische Altstadt Hannoversch Münden”. Gut. War ich noch nie, wollte ich zwar auch noch nie hin, aber warum nicht? Also kurzerhand von der Autobahn abgefahren, festgestellt, dass Hannoversch Münden noch 10 km entfernt ist, aber dann durch so eine traumhaft schöne, saftig gründe Frühlingslandschaft an einem Fluss entlang gefahren, dass ich gleich wusste, es hat sich gelohnt.

Das Ortsschild mutete etwas komisch an; allein “Hann. Münden” steht dort. Fand ich seltsam, wenn man nicht mal DORT den Stadtnamen korrekt ausschreibt. Haben die restlichen Buchstaben Aufpreis gekostet? Schämt man sich für seinen Namen? Ein Mysterium.

Die Innenstadt selbst hat mich dafür wirklich begeistert! Unglaublich viele tolle alte Villen auf dem Weg zu Altstadt. Ich liebe (gut erhaltene oder sanierte) Altbauten und wäre am liebsten sofort eingezogen:

Villa in Hannoversch Münden

Villa in Hannoversch Münden

Villa in Hannoversch Münden

Kirschblüten

 

Die Altstadt selbst ist quasi ein bewohntes Freilichtmuseum: Unglaublich viele tolle uralte Fachwerkhäuser, jedes in einer anderen Farbe, viele davon krumm und schief und allein dadurch absolut liebenswert:

 

Altstadt Hannoversch Mündensehr schmales Fachwerkhaus in der Altstadt Hannoversch Münden

schiefes Fachwerkhaus in der Altstadt Hannoversch Münden

 

 

Diese Tüüüüüren! Ich bin verliebt <3 !

historische Tür in der Hannoversch Mündener Altstadt

Unbenannt-2

Altstadt Hannoversch Münden

Wären nicht Heerscharen von Touristen unterwegs gewesen und wäre nicht die Fußgängerzone durchaus mit den gängigen Einzelhandelsläden bestückt gewesen, hätte ich fast den Eindruck gehabt, in eine Zeitmaschine geraten zu sein…

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Wenn’s mal schnell gehen muss ;-) : Eilbesohlung.

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Das Rathaus im Stil der Weserrenaissance:

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Okay, an der Zeitungsauswahl sieht man dann, dass die Zeitmaschine einen doch nicht so weit zurückgeschickt haben kann – obwohl man dann doch wieder ins Zweifeln gerät: Wo bitteschön braucht man noch Telefonkarten??? Ich glaube, die Maschine war auf 1995 eingestellt…IMG_6672

Oder doch ein paar hundert Jahre weiter zurück?

Unbenannt-1

 

Bei dem folgenden Spruch habe ich etwas länger gebraucht, werde ihn mir aber zu Herzen nehmen…

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Nun war ich ja völlig unvorbereitet in Hannoversch Münden – wenn ich mal ganz ehrlich bin, wusste ich zwar rein von der Landkarte her, wo ich war (zumindest wusste ich, wo ich von der Autobahn abgefahren war), aber im Kern  war mir Null Komma Null klar, wohin es mich verschlagen hatte. Ich sah daher zwar einen hübschen Fluss, ohne jedoch zu ahnen, dass es sich hierbei um eine bedeutsame Stelle handelte, die ich schon zigmal als Gedicht aufgesagt hatte…

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Irgendwo hatte ich was von Werra aufgeschnappt und erzählte dann halt abends zu Hause Herrn Wunderbar davon. Und als er dann sagt: “Ach, stimmt, das ist doch in Hannoversch Münden, wo Fulda und Werra zusammenfließen!”, da kam ich mir ganz schön blöd vor…

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Schließlich gelte ich in meinem Bekanntenkreis doch als die Hüterin des unnützen Wissens ;-) . Ich kann auch nichts dafür – mein Gehirn merkt sich von selbst halt alle möglichen Kleinigkeiten, die eigentlich keinen (oder 95 Prozent nicht) interessieren. Wichtige Informationen aus dem TKKG-Schülerkalender von 1990, Telefonnummern meiner Grundschulfreundinnen, genaue Wortlaute von Unterhaltungen – gestern wusste ich sogar noch, von wem meine Mutter vor zig Jahren mal die Stoffservietten geschenkt bekommen hatte, die wir gestern auf dem Tisch liegen hatten (obwohl mich das überhaupt nicht betraf). Also lauter nützliche Sachen :-) .Dafür vergesse ich dann eben wichtigere Sachen ;-) . Aber glücklicherweise nicht viele. Ich merke mir eigentlich alles ganz gut. Am “schlimmsten” ist es, sobald sich etwas reimt oder vertont ist – Lieder, Gedichte. Einmal hören und ZACK. Festgebrannt. Hat aber auch Vorteile. Man könnte mich zum Beispiel mitten in der Nacht wecken und sagen:

“Wo Werra sich und Fulda küssen…”

und ich würde vervollständigen:

“… und ihren Namen büßen müssen,

da entsteht durch diesen Kuss

der Weserfluss”

(Freitagabend habe ich dank Wikipedia gelernt, dass es eigentlich heißt: “…da entsteht durch diesen Kuss deutsch bis zum Meer der Weserfluss”. Aber das wusste ich bislang nicht und ehrlich gesagt hört sich das so deutschnational an, dass ich auch in Zukunft um 3.00 Uhr nachts auf diesen Zusatz verzichten werde.)

Um so schockierender fand ich es, dass ich GENAU DA war und es nicht mal mitbekommen habe. Skandal!

 

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Dadurch habe ich natürlich auch nicht den sagenumwobenen Weserstein gesehen, auf dem der Weserspruch steht. Ich glaube, es hilft alles nicht: Ich muss noch mal hin.

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Wie ich natürlich wusste abends durch Wikipedia erfahren habe, handelt es sich oben um die Tillyschanze und unten um das Welfenschloss, in dem heute unter anderem das Amtsgericht untergebracht ist. Schick, ne? Würde mir als Dienstsitz wohl auch gefallen.IMG_6719 IMG_6724  Hier noch mal die Tillyschanze, die 1881 bis 1885 als Erinnerung an die Belagerung Hannoversch Mündens durch den Feldherrn Tilly (wer auch immer das war?!) im Jahr 1626 errichte wurde und im Prinzip einfach ein besonders gut zur historischen Altstadt passender Aussichtsturm ist.IMG_6729  IMG_6738

Das fand ich übrigens eine echt schöne Idee – auch im innerstädtischen Bereich die Parks nicht immer nur ordentlich mit Blumenrabatten samt Stiefmütterchen und Heidekraut anzulegen, sondern die Natur einfach machen zu lassen. Finde ich viel schöner, kreativer, natürlicher, romantischer, ursprünglicher, verspielter, sommerlicher, netter. Gut gemacht, Hannoversch Münden.

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Kastanienblüten

Park in Hannoversch Münden

Schön, oder? Wenn Ihr jetzt noch nicht den absoluten Fachwerk-Overkill habt, fahrt doch mal hin! Nach Hann. Münden… Ich “muss” ja auf jeden Fall noch mal hin. Wegen der Weser und so…

alte Eisenbahnbrücke in Hannoversch Münden

Liebe Grüße,

Kathrin

color me happy #2: firebrick red

Nachdem ich den Januar aus Zeitmangel leider verpasst habe, will ich jetzt schnell auf den allerletzten Drücker noch bei Bines und Andreas Photochallenge “color me happy” mitmachen. Das Thema für den Monat Februar lautet: firebrick red.

Firebricks hatte ich zwar so gar keine auf meiner Festplatte, aber red ziemlich viel. So viel, dass ich mich kaum entscheiden konnte und gleich noch mal losgezogen bin, um draußen was tolles Rotes zu finden. Um mich dann doch noch mal umzuentscheiden und doch ein bereits vorhandenes (man könnte thematisch passend auch sagen, ein bereits vorher geschossenes, haha) Bild zu nehmen… Also, ich präsentiere Euch feierlich einen (zumindest teilweise) feuerrotes Feuerwaffen-Verbotsschild:

Verbotsschild am Atatürk-Stadion in Antalya, Türkei

 

Gefunden am Atatürk-Fußballstadion in Antalya. Harte Sitten dort. Keine Messer und keine Böller mitnehmen zum Fußballgucken. Nicht mal Pistolen darf man. Alles verboten, was Spaß macht. Schweinerei ist das.

Verbotsschild am Atatürk-Stadion in Antalya, Türkei

 

Und weil’s von der Farbe her so schön passt, gibt es als Draufgabe den Namensgeber des Stadions:

türkische Fahne mit dem Portrait des Mustafa Kemal Atatürk

 

Na, war doch ein bisschen

Logo firebrick red

oder?

Das Motto des nächsten Monats heißt. powerful violet. Meine Lieblingsfarbe! Ich freu mich drauf.

Wer alle Beiträge sehen möchte, findet sie übrigens hier bei waseigenes.

 

Feuerrote Grüße,

Kathrin

 

 

 

Sunday I’m in Love: Der Pfeil des Amor.

Oder: Kitsch as Kitsch can.

 

Amors Pfeil - Streichhölzer und Maskingtape

 

Nachdem ich bedauerlicherweise den Valentinstag als vorgeschobenen Grund ausgelassenen Kitschauslebens ungenutzt habe verstreichen lassen, musste ich mir nun einen anderen Anlass erfinden, um meine romaaaantischen Energien in kreative Bahnen zu lenken.

Eigentlich hatte ich ja vorgehabt, Herrn Wunderbar (alias der schlimme Schokoladenvernichter) zum Valentinstag eine dicke Schokoladentorte mit Herzchen-Sprinkles zu backen, aber just in diesem Jahr hatten wir uns vorgenommen, die Fastenzeit zu nutzen, um “Schlank im Schlaf” zu praktizieren. Das bedeutete: Keine Süßigkeiten. Nun könnte man ja sagen, der Valentinstag wäre eine süße Ausnahme wert – allerdings fiel der Valentinstag in diesem Jahr ja direkt auf den Tag nach Beginn der Fastenzeit. Und das erschien mir dann doch zu lasterhaft, direkt mit Fastenbrechen zu beginnen… Blumen wollte ich für Herrn Wunderbar auch nicht kaufen (die habe ich aber von ihm bekommen <3) ). Und so kam es, dass Herr Wunderbar den Valentinstag geschenkelos verbringen musste. Immerhin habe ich ihn zum Essen eingeladen (ohne Süßigkeiten).

Amors Pfeil aus Streichholz und Masking Tape

Nun stehe ich eigentlich sowieso nicht sooo sehr auf importierte Feiertage. Und lieben tut man sich entweder immer oder gar nicht. Bei uns ist selbstverständlich ersteres der Fall.

Als ich aber vor ein paar Tagen so süße kleine Streichholz-Pfeilchen auf dem Instagram-Account von griottes_blog (klick) entdeckt habe, war es um mich geschehen. Amors Pfeil aus Streichhölzern, mit denen die Flamme der Liebe immer neu entfacht werden kann… Na, wenn das mal nix ist.

Also nachmachen. Amors Pfeil 

Einen Anlass dazu habe ich mir schnell ausgedacht. Da heute Sonntag ist, lautet er “Sunday I’m in Love”.

Bin ich natürlich immer (siehe oben). Aber was Besseres viel mir nicht ein ;-) . Außerdem könnte man ja argumentieren, dass man sonntags immer besonders viel Zeit hat, seiner Liebe Ausdruck zu verleihen. Was ich hiermit getan habe. Oder so. Und wer weiß, vielleicht wird ja eine ganze Serie daraus…

Herr Wunderbar fand es jedenfalls ganz süß. Und war ja das Ziel der Angelegenheit.

Amors Pfeil #Streichholz #Masking Tape

Und da ich aufgrund des Verzichts auf das Valentins-Tortenbacken ja noch massenhaft Herzchen-Sprinkles übrig hatte, hier zum Abschluss noch das kitschigste aller Amor-Bilder:

Amors Pfeil # Streichholz # Masking Tape

 

Wenn Amor unter diesen Voraussetzungen nicht täglich bei uns ein- und ausfliegt, dann weiß ich’s auch nicht.

 

Verliebte Grüße,

Kathrin

 

 

Internetinfekt I – oder: I love my Hunter Boots

Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber irgendwie bin ich furchtbar empfänglich für Dinge, denen ich an allen Ecken im Internet begegne. Dabei halte ich mich eigentlich gar nicht für übermäßig beeinflussbar und ich muss eigentlich auch gar nicht jeden Trend mitmachen. Naja, nicht JEDEN. Aber manche eben doch… Besonders schlimm ist es, seit ich seit etwa zwei Jahren bei Pinterest bin. Unglaublich, was man da alles an Ideen, Anregungen, Inspiration findet. Und ebenso unglaublich, was man dann natürlich SOFORT auch haben will!

Hunter Boots

So war es auch mit meinen Hunter Boots. Bevor irgendjemand von meinen Pinterest-Freundinnen sie gepinnt und somit für mich sichtbar gemacht hatte, wusste ich gar nichts von deren Existenz. Und auch nachdem ich sie gesehen hatte, war der Haben-Wollen-Modus nicht unmittelbar aktiviert. Aber: ich fand sie ganz schön. Und sah bei Pinterest weitere Hunter Boots. In schwarz. In rot. In pink. Mit Mustern. In uni. In matt. In glänzend. Zur Jeans. Zum Rock. Zum englischen Landadeligen-Look.

Hunter Boots

Und langsam aber sicher schlich sich der Internetvirus in meine Gedanken… “Wäre doch ganz schön, auch so ein klitzekleines Hunter-Pärchen zu haben…” – “Ach Quatsch, wozu brauche ich denn Gummistiefel? Ich habe seit meinem zehnten Lebensjahr keine Gummistiefel getragen und sie seitdem auch nicht vermisst.” – ” Aber überleg doch mal, wie praktisch die sind. Zum Beispiel, wenn Du bei schlechtem Wetter mit dem Kinderwagen spazieren gehst. Oder wenn der nächste Nordseeurlaub ansteht. Ist doch total stylisch bei Regenwetter am Strand… Außerdem sind das doch keine normalen Gummistiefel! Das sind Hunters! Die kann man IMMER und ÜBERALL anziehen!”

Ja, so kam ich zu der Erkenntnis, dass ich ohne Hunterboots KEINEN EINZIGEN TAG mehr weiterleben kann.

Und dann tauchte ich ein in den Hunter-Mikrokosmos. Es ist ja nicht so, dass man sich einfach so ein Paar Stiefel kauft und fertig (nachdem man sich für eines der geschätzten 156 Modelle entschieden und rausgefunden hat, wo man die überhaupt kaufen kann). Nein. Hunter Boots sind keine normalen Gummistiefel. Einfache, normale Gummistiefel bestehen meistens aus PVC oder ähnlichem. Bei Hunter Boots handelt es sich dagegen um “legendäre, traditionelle handgefertigte Stiefel aus Naturkautschuk von der Firma Hunter aus Schottland”. Das bedeutet im Klartext: Sie bedürfen einer besonderen Pflege. Also nicht einfach tragen und gut isses (sollte man bei Gummistiefeln ja eigentlich meinen). Sondern ein besonderes Pflegemittel kaufen (nachdem man sich nach gründlicher Internetrecherche für das richtige entschieden hat, das man aber nur bei einem einzigen Händler beziehen kann), dessen Preis demjenigen herkömmlicher einfacher Gummistiefel nahe kommt und vor und nach dem Tragen (oder auch währenddessen?) benutzen. Und die Gummistiefel an einem dunklen Ort aufbewahren. Und mit einem Microfasertuch abtrocknen. Und… Und…

Hunter Boots

Ist das nicht bekloppt? Bin ich nicht bekloppt, dass ich das alles getan habe?

Die Antwort lautet: Ja.

ABER: Ich liiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeebe sie trotzdem – meine Hunter Boots <3

Hunter Boots

Man kann sie nämlich zu allem tragen. Und es sind ja auch keine normalen Gummistiefel. Und wenn man mal an der Nordsee ist… Oder wenn man mal bei Regen mit dem Kinderwagen… Oder… ;-)

Hunter Boots am Meer

 

Und Ihr so? Wovon lasst Ihr Euch im Internet infizieren?

 

Liebe Grüße,

Kathrin

 

Winter in WHV

WHV? Ihr kennt nur WSV? Aber den gibt’s auch nicht mehr, seit es überall nur noch “Sale” gibt, und das auch noch unabhängig von der Jahreszeit? Nein, auch wenn mich gerade sanfte Shopping-Gelüste packe – wir waren nicht im Winterschlussverkauf, sondern in Wilhelmshaven. Viel Meer und eine steife Brise.

Zugegeben, Wilhelmshaven ist nicht die schönste aller Küstenstädte. Wenn man es genau nimmt, ist Wilhelmshaven vielerorts sogar eher unschön. Keine alte Stadt, sondern vor weniger als 150 Jahren als deutscher Kriegshafen gegründet, daher keine Altstadt, zu wenige Jobs und zu viele Leerstände, zu viele junge Leute ziehen weg. So viel zum unschönen Teil. ABER: Wilhelmshaven liegt am Meer. Und ich liiiiiiiiiiiieeeeeebe das Meer. UND: Wilhelmshaven hat meinen Herrn Wunderbar hervorgebracht. Wenn das nichts ist! Man kann es auch positiv sehen: In Wilhelmshaven gibt es viel Potential. Vieles ist ausbaufähig, es besteht viel Luft nach oben. Der Südstrand zum Beispiel, der nicht aus Sand besteht, sondern aus Rasen und einer betonierten Promenade. Liebe Wilhelmshavenerinnen und Wilhelmshavener! Tut was! Ihr habt das Meer, das ist toll. Aber wer will denn auf Rasen und Beton sitzen? Ihr doch auch nicht, oder? Eben.

Trotzdem: Schön war’s wieder mal. Sich ordentlich durchpusten und den Kopf freiwehen zu lassen.

Wilhelmshaven

Nordsee vor Wilhelmshaven

Nordsee vor Wilhelmshaven

Portrait Kathrin in WilhelmshavenSonnenuntergang in Wilhelmshaven

 

Worauf die Wilhelmshavener derzeit wirklich stolz sein können, ist die frisch restaurierte Kaiser-Wilhelm-Brücke:

Wilhelmshaven Kaiser-Wilhelm-Brücke

Wilhelmshaven Kaiser-Wilhelm-Brücke

Wilhelmshaven Kaiser-Wilhelm-Brücke

WHV Kaiser-Wilhelm-Brücke

Marineschiff

Wilhelmshaven Strandkörbe

Wilhelmshaven Deichschutzbereich

Wilhelmshaven

Möwe

Harle Kurier

 

Auch sehr schön… Gut, dass auf dem Schild ein klitzekleiner Pfeil nach oben ist ;-) :

Schild Fischbrötchen am Südstrand von Wilhelmshaven

 

Backside Wilhelmshaven – ich habe in der Zeitschrift “The Simple Things”, Ausgabe 01, von sogenannten Ghost Signs gelesen, von alten verblassten Werbungen, die direkt auf die Mauern eines Hauses gemalt wurden, und war ganz fasziniert, selbst auch sowas zu finden. Verfall und Renovierungsstau haben doch manchmal auch ihre guten Seiten…

Backside Wilhelmshaven

 

Und ein bisschen maroder Charme an der maritimen Meile:

Wilhelmshaven Schiff

Wilhelmshaven Schiff

WHV Bootshaus

 

Hach, ich mag das irgendwie. Auch wenn’s gammelt und nach Brackwasser riecht…

Wilhelmshaven – wir sehen uns!

Frohes Neues Jahr!

Ihr Lieben!

Ich hoffe, Ihr hattet schöne Weihnachtsfeiertage und seid gut ins neue Jahr gerutscht.

Wir hatten ein schönes, wenn gleich ein wenig turbulentes erstes Weihnachten als kleine Familie. Unsere Raupe hat das alles wunderbar mitgemacht. Der Weihnachtsbaum ließ sie erstaunlicherweise vollkommen unbeeindruckt – dafür war das Geschenkpapier der große Renner. Ich glaube, zum ersten Geburtstag sparen wir uns einfach die Geschenke und kaufen einfach eine große Rolle buntes Papier ;-) .

A propos Raupe: Die Raupe ist offenbar gar keine selbige, sondern doch wohl eher eine (Nacht-)Eule, denn zurzeit macht sie echt die Nacht zum Tage, schläft erst gegen 0.30 Uhr ein, wacht um 8.00 Uhr kurz für ein kleines Frühstückchen auf und pennt dann bis mittags. Dabei ist das doch erst für das spätere Studentenleben vorgesehen… Naja, aber an Silvester kam uns das ganz gelegen, denn so konnte sie ihr erstes Feuerwerk im Wachzustand erleben – und war ganz begeistert. Von Angst vor den Knallern keine Spur. Scheint wohl eine Partyraupe zu werden. Sie war dann auch völlig unproblematisch bis 2.00 Uhr wach. Komisches Kind… Aber sooo süß finden wir sie:

 

Weihnachtsraupe

 

Hach, ich bin ein bisschen unglücklich, dass ich in den letzten Wochen so gar keine Zeit hatte, Blogbeiträge zu schreiben. Dabei hatte ich so viele Ideen und hätte so vieles zeigen wollen. Es läuft aber gerade ein quasiberufliches Großprojekt, das mich noch bis Ende Januar mit vollem Einsatz fordert und mit kleinem Baby im Schlepptau ist es nicht unbedingt einfacher. Aaaaber: Es ist Land in Sicht. Ich glaube, hoffen zu dürfen, dass ich bald wieder ein wenig Zeit für kleine Alltagsfluchten abzweigen kann.

Bis dahin wünsche ich allen ein gesundes, glückliches und erfolgreiches Jahr 2013.

 

Alles Liebe,

Eure Kathrin

 

Kleine Raupe auf großer Fahrt

Jaaaa, wir sind im Urlaub!!! Endlich. Und die Raupe ist zum ersten Mal geflogen.
Eigentlich wollte ich erst im Nachhinein davon berichten, wenn wir wieder zu Hause sind, aber der modernen Technik sei Dank gibt es jetzt schon mal eine kleine Zwischenmeldung. Genaugenommen sind wir nämlich schon seit dem 06.11. hier. Hat gar keiner gemerkt, weil ich ständig online bin, was? Gut funktionierendes WLAN ist Gold wert ;-) .

In diesem Zusammenhang ein lieber Gruß an alle potentiellen Einbrecher: Es lohnt sich nicht. Sämtliche interessanten elektronischen Geräte sind entweder hier oder anderweitig in Sicherheit, ansonsten haben wir nichts Stehlenswertes im Haus und darüber hinaus sind die lieben Nachbarn überaus wachsam. Also tut Euch und uns den Gefallen und bleibt zu Hause. Oder geht in die Spielothek. Oder was Ihr sonst halt immer so tut, wenn Ihr gerade nicht einbrecht und keine Tankstelle überfallt. Okay? Okay, dann hätten wir das also auch geklärt.

Wo war ich? Ach ja, Urlaub. Urlaub!
Berufsbedingt konnte Herr Wunderbar in diesem Jahr erst im November richtig Urlaub nehmen, und da wir außer ein paar klitzekleinen (aber wunderschönen!) Tagen auf Norderney und einem Wochenende in Wilhelmshaven (das war aber Verwandschaftsbesuch und demnach kein richtiger Urlaub) noch nicht wirklich weg waren, hatten wir jetzt dringend etwas nachzuholen. Wir sind beide (ich allerdings noch mehr als er) überaus reiselustig und brauchen regelmäßig unsere kleinen Fluchten. Dabei muss es nicht mal weit weg sein und auch nicht unbedingt spektakulär (wobei beides natürlich auch nicht schadet) – einfach mal ein paar Tage raus aus dem Alltag, um die Akkus wieder aufzufüllen. Und in diesem Jahr besonders, weil wir nicht nur durch die Raupengeburt, sondern auch beruflich und anderweitig ein recht anstrengendes Jahr hinter uns haben. Und so kommt es, dass wir nun noch einmal Sonne tanken dürfen. Richtige Sonne, richtiges Sommerfeeling, und das mitten im November, wenn bei uns in Deutschland alle Welt nicht nur auf Herbst, sondern beinahe schon auf Advent eingestellt ist. Ein fast unwirkliches Gefühl.

Über den Wolken

Unsere unternehmungslustige kleine Raupe hat ja in ihren noch kurzen Leben schon einiges erlebt, schon viele Tagesausflüge mitgemacht, war bereits zweimal im Ausland (zum Shoppen in Holland ;-) ), wurde von Franz Müntefering und Doris Schröder-Köpf bestaunt und hat mit den Füßen in der Nordsee gebadet. Und obwohl sie sich bei alldem als überaus unkompliziert erwiesen hat, hatten wir zunächst ein paar Bedenken, ob wir ihr auch einen Flug zumuten können. Und: Ob wir unseren Mitreisenden das zumuten können. Schließlich hat jeder Bilder im Kopf von vollbesetzten Maschinen mit schreienden Babies und empört kopfschüttelnden Mitreisenden: “Tse tse. Muss das denn sein? Die tun doch dem Baby wirklich keinen Gefallen damit. Da hat doch keiner was davon…”
Aber nach mehreren Berichten von tadellos flugreisenden Babies im Bekanntenkreis und im Hinblick auf unsere lustige Reiseraupe haben wir es dann doch einfach mal gewagt. Und siehe da: Es war absolut unproblematisch.

Kathrin und die Raupe im Flugzeug

Da sie ja noch zu klein ist um zu kapieren, damit man für den Druckausgleich schlucken muss, durfte die Raupe beim Start und bei der Landung trinken – und hatte so offenbar gar keine Probleme. Ein wenig Mini-Geknötter gab es lediglich, als der Pilot eine Linkskurve ein bisschen zu schräg nahm, aber das war auch ganz schnell wieder vorbei und vergessen. Also alles gut.
Ein bisschen Sorge hatte ich wegen der Klimaanlage – die ist ja auf Flügen meistens auf Kühlschranktemperatur eingestellt, daher hatten wir uns alle dick eingepackt. Alles unbegründet: Es war bullenheiß, so dass wir die Raupe bis auf den Body ausziehen mussten (deswegen sehe ich auf dem Foto oben auch so fertig aus. Also, wegen der Hitze, meine ich).

Die Raupe im Flugzeug

Generell war für Raupi die Raupe an diesem Tag der Tag der Premieren. Sie durfte nämlich nicht nur zum ersten Mal fliegen (nebenbei bemerkt übrigens mit eigenem Reisepass samt biometriefähigem Foto), sondern auch zum ersten Mal vorwärts Kinderwagenfahren (wir haben einen neuen Buggy dabei) und zum ersten Mal vorwärts Autofahren (naja, eigentlich Busfahren) – und das im Ausland (wir konnten keine Babyschale mitnehmen) und dabei aus dem Fenster gucken. Das war aufregend! Aber so eine wahre Reiseraupe, die bleibt auch bei so vielen neuen Eindrücken gelassen. Ihr war wirklich GAR NICHTS anzumerken – und wir sind heilfroh, dass wir uns für diese Reise entschieden haben.

Denn: Es ist das Paradies. Zwar handelt es sich vom Reiseland her um ein wahrlich unspektakuläres Ziel, aaaaber: Hier ist Sonne! Hier ist Sommer! Ich war im Meer! Das Hotel ist der reine Wahnsinn! Das Essen ist zum Niederknien! Und erst das Nachspeisenbuffet!!! Macarons! Jeden Tag Macarons!
Und solche Köstlichkeiten:

Schokoladenküchlein

Ich zeige Euch in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch mehr, aber bei einigen Fotos muss ich zu Hause erst den Farbstich entfernen, weil ich sie hier bei Kunstlicht fotografiert habe und sie jetzt alle etwas rotgelblich sind.

Um Euch ein bisschen zu verwirren, zeige ich Euch jetzt mal den Blick von unserem Balkon ins Landesinnere. Wir haben seitlichen Meerblick und das hier ist zur anderen Landseite. Ich finde ehrlich gesagt, es sieht aus wie Japan oder so (nicht, dass ich jemals in Japan gewesen wäre, aber so stelle ich es mir da vor :-) ):

Berge

Na, was denkt Ihr, wo wir sind?
Einige Hinweise habe ich Euch ja oben schon gegeben…

In Kürze habe ich auch noch viele weitaus landestypischere Bilder für Euch.

Bis dahin schicke ich Euch sonnige Grüße,
Eure Kathrin

Von Blogs und Käse

Ist die Blogwelt nicht einfach unglaublich? Ganz arglos guckt man auf seinem Lieblingsblog, was sich dort Neues getan hat, sieht am Rande ein kleines Bildchen von einem anderen Blog, das sooo interessant aussieht, findet dort ein neues Universum, liest den neugefundenen Blog von vorne bis hinten, findet in der Blogroll wiederum einen neuen Blog, den man wieder von vorne bis hinten durchlesen muss… und (kommt zwar zu nichts anderem mehr, aber) freut sich unglaublich über all die schönen bunten Dinge und die lieben Menschen, die ihre Ideen, ihr Wissen, ihre Geschichten, ihre Gedanken mit uns allen teilen und so die Welt ein kleines bisschen netter und interessanter machen.
Auf ähnliche Weise bin ich auf den geraten – und war sofort ganz begeistert von der tollen Schreibwerkstatt, die die Bloggerin Alex, von Beruf freiberufliche Werbetexterin, dort anbietet. Nun kann es ja – gerade mit noch frischem Blog – nicht schaden, Tipps und Tricks zur Schreibverbesserung zu bekommen; und ausserdem liebe ich Mitmachaktionen. Dies wird meine erste im Bloggerland.

Die Aufgabe: Schreibt einen Text über Whiskey, Champagner oder Käse. Ohne Fotos und Schnickschnack. Nur Text.
Also dann. Whiskey und Champagner scheiden aus – nicht so mein Metier.
Aber Käse… hmmmm… Käse liebe ich sehr. Leider darf ich Euch ja kein Foto zeigen… aber stellt Euch vor, Ihr sitzt in Südfrankreich auf einer Restaurantterrasse, es ist warm, die Sonne ist soeben untergegangen, in der Ferne könnt Ihr das Meer erahnen – und direkt vor Euch auf den rustikalen Tisch stellt der Kellner ein Glas Rotwein (oder ein anderes Getränk Eurer Wahl), einen Korb mit Baguette und ein Holzbrett mit Käse. Es ist nicht irgendein Käse. Nein, es ist ein aromatisch duftender Weichkäse, dessen Inneres sanft zerfließt, als Ihr das Äußere mit dem Messer durchstoßt. Ihr gebt ein Stückchen davon auf ein Stück Baguette… und hmmmmmmm… Welch eine Geschmacksexplosion! Habt Ihr jemals etwas Göttlicheres gegessen? Ich glaube, das ist denklogisch nicht möglich.
Ihr sitzt also da und bedauert die armen Unwissenden, für die Käse immer nur der doch ziemlich geschmacksarme Butterkäse, einzeln abgepackter Quasi-Käse oder bestenfalls mal eine Scheibe junger Gouda auf einem öden Labberbrötchen mit einsamer Gurkenscheibe ist.
Nichts gegen Gouda. Die Stadt Gouda ist durchaus sehenswert, der dorther stammende Käse ist in sämtlichen Reifegraden durchaus lecker – wobei ich persönlich ja den mittelalten bevorzuge, weil er die Würze des alten mit der Cremigkeit des jungen Gouda vereint. Ich war sogar mal auf einer Tagung in den Niederlanden, auf der jeder Teilnehmer einen kleinen kugeligen Gouda als Giveaway bekam – eine wunderbare Idee.
Aber Käse ist doch so viel mehr! Käse, das ist weicher, würziger echter Schafskäse, der am Stück in einer schicken Blechdose daherkommt. Das ist schmelzender, reifer Camembert – ein Schock für jeden Kühlschrank, aber ein Fest für Eure Geschmacksknospen. Das ist fester Manchego, begleitet von schwarzen Oliven und etwas Feigensenf – ein perfekter Gruß aus der Küche. Das ist warmer, gebackener Ziegenfrischkäse, frisch und fruchtig mit Himbeeressig auf Salat. Das ist zart bröckelnder, würziger Parmesan (am Stück, versteht sich!), der salzknuspernd auf der Zunge zergeht…
Ihr ahnt es schon: Ich könnte noch ewig so weitermachen. Ich liebe Käse. Nur eins ist schöner als Käse zu essen: Käse zu essen und dabei Blogs zu lesen ;-) .

Welcher ist Euer Lieblingskäse? Habt Ihr ein besonderes Käseerlebnis?
Ach ja, und bei einer käsigen Angelegenheit könntet Ihr mir noch helfen: Trotz meiner Käseleidenschaft bin ich tatsächlich noch nie dazu gekommen, mal ein echtes Käsefondue zu essen. Habt Ihr DAS Käsefonduerezept für mich?

Würzige Grüße von Eurer sich nun auf die Suche nach dem perfekten Käsefondue begebenden
Kathrin