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Ich ess Blumen… {Erdbeer-Holunderblüten-Konfitüre}

Neben den Holunderblütenmuffins reichte meine zarte weiße Beute noch für ein weiteres Rezept. Im Kopf hatte ich zwar noch die ausgefallensten Variationen, aber da es schnell gehen musste, entschied ich mich für babyeierleichte und hopseschnell gekochte Erdbeer-Holunder-Konfitüre.

Erdbeer-Holunder-Konfitüre

 

Wer schon einmal Marmelade/Konfitüre/Gelee/Fruchtaufstrich gekocht hat, weiß: Das ist kein Zauberwerk. Genaugenommen ist es wirklich kinderleicht. Wichtig sind nur zwei Dinge:

  1. ausschließlich gutes, reifes Obst ohne Druckstellen (und in diesem Fall auch frische, unversehrte Holunderblüten) verwenden. Je leckerer das Obst, desto leckerer die Konfitüre.
  2. nur Marmeladengläser benutzen, deren Deckel wirklich schließt. Und die Gläser vor der Benutzung auskochen. Sonst kann die Konfitüre schimmeln.

Für etwa vier bis fünf Gläser Konfitüre braucht Ihr:

  • 1 kg Erdbeeren
  • 500g Gelierzucker 2:1
  • 2 Päckchen Vanillezucker (oder natürlich echte Vanille, wenn vorhanden)
  • 1 EL Zitronensaft
  • einen Schuss Holunderblütensirup
  • ca. 5 Holunderblütendolden

Erdbeer-Holunderblüten-Konfitüre

 

Und so geht’s:

  • Die Erdbeeren waschen, das Grün abschneiden und die Erdbeeren in kleine Stücke schneiden.
  • Die Erdbeerstücke zusammen mit dem Gelierzucker und dem Vanillezucker in einen Topf geben und zugedeckt ca. 30 Minuten ziehen lassen.
  • Die Holunderblüten ausschütteln, von den Dolden zupfen (auf keinen Fall waschen!) und zunächst beiseite stellen
  • Den Zitronensaft und den Holunderblütensirup zu den Erdbeeren geben und das Gemisch unter Rühren aufkochen.
  • Wer die Konfitüre eher homogen haben möchte, püriert die Erdbeeren; wer lieber größere Stückchen hat, lässt sie so.
  • 2 Minuten lang unter Rühren sprudelnd kochen lassen.
  • Die Holunderblüten vorsichtig unterrühren und die Konfitüre eine weitere Minute lang sprudelnd kochen lassen.
  • Mit einem Löffel den Schaum von der Konfitüre schöpfen (der schmeckt nicht – ich habe ihn probiert).
  • Die Konfitüre noch heiß in die ausgekochten Gläser füllen. Die Gläser sofort zudrehen und auf den Kopf stellen (dadurch entsteht ein Vakuum). Nach etwa einer Stunde können die Gläser wieder umgedreht werden (vielleicht auch eher, aber sicher ist sicher  😉 ).
  • Auf ein frisches Brötchen streichen und… hmmmmm…

Erdbeer-Holunderblüten-Konfitüre

 

Die Konfitüre funktioniert natürlich auch ohne Holunderblüten. In dem Fall würde ich vielleicht einfach ein bisschen mehr Holunderblütensirup hinzufügen – dann hat man auch ein bisschen was von dem Holunderblütengeschmack.

 

Zuckerverklebte Grüße,

Kathrin

 

 

Auf den Busch geklopft {Holunderblütenmuffins}

Gibt es eigentlich einen Fachbegriff dafür, wenn man chronisch dazu neigt, zu viele Dinge in zu kurzer Zeit erledigen zu wollen? Das Den-Tag-zu-vollpack-Syndrom? Die Alles-machen-wolleritis? Oder ist es schlicht und einfach die gemeine Vergnügungssucht? Vielleicht kennt das ja der eine oder die andere. Es kann nahe Angehörige schier in den Wahnsinn treiben – vor allem, wenn sie so gepolt sind, dass sie immer möglichst wenige Aktivitäten planen und dabei alles auch noch mit großem Zeitpuffer. Ja, genau der Zeitpuffer, in dem die erste Kategorie Mensch noch schnell drei andere Sachen erledigen will. Wie alles im Leben hat die Alles-machen-wolleritis Vor- und Nachteile. Der Vorteil ist, dass man viel mehr schafft und auch viel mehr erlebt als andere überhaupt auch nur in Erwägung ziehen. Derr Nachteil ist, dass man manchmal in arge Zeitnot kommt. Vieles auf den letzten Drücker erledigt.
So war es letztens auch bei meinem Holunderprojekt.

Holunderblüten
Ich liebe jahreszeitenspezifische Dinge (und bin da auch ziemlich kategorisch, was den richtigen Zeitpunkt betrifft. Spekulatius im September gehen zum Beispiel GAR nicht). Eier färben zu Ostern, Erdbeeren pflücken im Frühsommer, Kürbissuppe im Herbst, Weihnachtstraditionen im Advent und zur Weihnachtszeit. Die Feste feiern, wie sie fallen. Dazu gehört auch, das zu nutzen, was die Natur gerade bietet. Und dieses Jahr war ich ein wenig im Holunderblütenwahn.
Sobald die ersten zarten weißen Blüten zum Vorschein kamen, setzten sich Rezeptideen bei mir im Kopf fest. Soooo viele Dinge wollte ich aus Holunderblüten backen, kochen, abseihen, frittieren.

Holunderblütenmuffin

 

Doch irgendwie kamen dann immer andere Dinge dazwischen. Zugegebenermaßen wichtigere Dinge. Dinge, die man einfach erledigen muss. Aber auch anderer Projekte. Und so fuhr ich Tag für Tag an Dutzenden blühender Holunderbüsche vorbei, die mir leise zuriefen „Nimm ein paar Blüten mit… Soooo lecker als Holunderblütensirup für Hugo“. Aber nie hatte ich Zeit, die Blüten hinterher noch zu verarbeiten. Und mit jedem Tag sah ich mehr Blüten verwelken. Irgendwann war Eile geboten. Ein paar letzte Holunderbüsche blühten noch, also schnappte ich mir auf dem Nachhauseweg kurzerhand das Multitool, das zum Glück immer in meinem Handschuhfach liegt, hielt an einem Holundergebüsch und wollte zur Tat schreiten. Ein Blick in das nahegelegene Weizenfeld ließ mich allerdings schleunigst von meinem Vorhaben Abstand nehmen: Nur wenige Meter weiter watete ein finster blickender Mann durch das Korn, eine Kettensäge über den Kopf erhoben. Warum? Das hätte mich durchaus interessiert, aber ich wollte mein Glück nicht herausfordern. Also eine andere Stelle gesucht. Aus der Nähe doch verblühter als gedacht. Nicht lecker. Weitergefahren. Nächste Stelle. Aus der Nähe betrachtet nicht erreichbar – komisch, sah von der Straße aus viel einfacher aus. Also der letzte Versuch. Mist. Fieseste Brennesseln versperren den Weg. Frau hatte Hose an. Aber: Ha! Frau war vorbereitet. Frau hatte Hunter Boots im Kofferraum! Das pure Holunderglück.

Angesichts der doch eher beschränkten Haltbarkeit der zarten Blütchen Schnitt ich nur so viele ab, dass es für zwei ganz einfache Rezepte reichte – die restlichen Ideen musste ich schweren Herzens auf die nächste Holundersaison verschieben.
Für’s erste gab es Holunderblütenmuffins. Kinderleicht und – wie mein Freund W. sagen würde – hopseschnell gemacht.

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Bei der Verwendung von Holunderblüten ist ganz wichtig, dass diese NICHT gewaschen werden. Sonst geht nämlich ein Großteil des Geschmacks verloren. Aus demselben Grund sollte man auch darauf achten, dass es vorher längere Zeit nicht geregnet hat. Ich weiß, das ist manchmal nicht möglich; dann nehmt am besten diejenigen Dolden, die etwas versteckter hängen. Angeblich sind die Blüten am späten Vormittag am aromatischsten – das habe ich aber noch nicht überprüft 😉 .
Ach ja, und da man die Blüten ja vor der Verwendung nicht wäscht, bietet es sich an, sich solche zu suchen, die nicht gerade direkt an einer Hauptverkehrsstraße stehen.

Jetzt aber zum Rezept.

Für ca. 18 Muffins braucht Ihr:

125 ml Milch
ca. 10 Holunderblütendolden und ggf. zusätzlich einige zum Dekorieren
250g weiche Butter
250 g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker (oder natürlich echte Vanille)
die abgeriebene Schale einer halben Orange
4 Eier
350 g Mehl
50g Speisestärke
3 El Backpulver
Zucker zum Bestreuen

Und so geht’s:

Die Milch aufkochen und vier bis fünf (je nach Größe) zerpflückte Holunderblüten damit übergießen. Mindestens zwei Stunden ziehen lassen. Gerne auch länger (umso intensiver wird der Holundergeschmack). Die Milch danach durch ein feines Sieb gießen.

Die Butter mit dem Zucker, dem Vanillezucker und der abgeriebenen Orangenschale schaumig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren.

Das Mehl mit der Speisestärke und dem Backpulver vermengen und nach und nach unterrühren.

Die Holundermilch unter Rühren hinzufügen.

Die kleinen Blüten von den restlichen Holunderdolden pflücken und vorsichtig unter den Teig heben.

Ein Muffinblech mit Papierförmchen bestücken, den Teig einfüllen und den Teig einfüllen.

Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad Celsius etwa 15-20 Minuten backen (eher 20 als 15 – je nach Ofen).

Die noch warmen Muffins mit Zucker bestreuen (ggf. Ein klitzekleines bisschen Butter darauf schmelzen lassen, dann klebt der Zucker besser) und nach dem Abkühlen mit Holunderblüten dekorieren.

Holunderblütenmuffin

Alternativ: Die Muffins abkühlen lassen, jeweils einen dekorativen Klecks steifgeschlagene Sahne daraufgeben und dann mit einer kleinen Holunderblüte versehen.

Die Muffins am besten noch am selbsen Tag essen – dann schmecken sie wunderbar zart nach Holunder und ansonsten süß, lecker und luftig.

 

Liebe Grüße aus dem Holunderbusch,

Kathrin

 

 

 

 

Kombiniere, kombiniere… {Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat}

„Das ist jetzt nicht Dein Ernst, oder?!“

So lautete der ungläubige Kommentar des Hausherrn, als ich verkündete, was für einen Salat es zum abendlichen Grillen geben würde. Okay, man muss vielleicht auch ein wenig berücksichtigen, dass er nicht besonders gerne Gurken isst, aber davon mal abgesehen: Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat hört sich zwar zunächst ein wenig ungewöhnlich an, aber er schmeckt wirklich grandios! Ehrlich. Indianerehrenwort.

 

Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat

 

Erdbeeren an sich sind ja schon eine der besten Speisen unter Gottes Sonne. Ich liebe Erdbeeren in sämtlichen Variationen. Pur. Mit Sahne. Mit Vanilleeis. Als Püree auf köstlichen Desserts. Aus dem Kuchen. Als Marmelade. Warum also nicht im Salat?

Die Idee, Fruchtiges mit Herzhaftem zu kombinieren, ist ja auch nicht neu – siehe Toast Hawaii 😉 .

Und auch Erdbeeren werden ja schon seit einige Jahren durchaus gerne mal mit Pfeffer und Balsamico mariniert. Hmmmmmmmm. Unglaublich lecker.

Als ich daher schon im letzten Jahr auf meinem liebsten Food-Blog, dem Kleinen Kuriositätenladen, ein Rezept für Erdbeer-Gurken-Salat, entdeckte, war ich sofort Feuer und Flamme. Leider war, als ich das Rezept fand, die Erdbeersaison schon vorbei. Aber jetzt gibt es sie ja wieder reichlich – und voila: mein Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat:

Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat

Das Rezept aus dem Kleinen Kuriositätenladen habe ich etwas abgewandelt.

Für meine Variante – die Ihr schleunigst probieren solltet! – braucht Ihr:

  • eine Salatgurke
  • 500g Erdbeeren
  • eine große Handvoll Basilikumblätter (frisch)
  • zwei EL Olivenöl
  • einen EL flüssigen Honig
  • einen EL Crema di Balsamico (ich hatten welche, die zusätzlich Erdbeersaft enthält)
  • schwarzen Pfeffer aus der Mühle
  • rosa Pfefferkörner im Ganzen

Und so geht’s:

Die Salatgurke längs halbieren und die Kerne mit einem Teelöffel entfernen. Die Hälften jeweils nochmal halbieren und dann in kleine Streifen schneiden.

Die Erdbeeren waschen, das Grün entfernen und die Erdbeeren je nach Größe halbieren oder vierteln.

Basilikum klein zupfen.

Die Salatgurke mit den Erdbeeren und dem Basilikum mischen.

Das Öl mit dem Honig und der Crema die Balsamico verrühren und über den Salat geben. Mit reichlich schwarzem Pfeffer aus der Mühle pfeffern. Rosa Pfefferkörner hinzufügen. Kurz ziehen lassen.

Genießen.

Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat

 

Der Salat passt super zu Gegrilltem, ich kann ihn mir aber auch sehr gut als leichtes Mittagessen mit einem Stück Baguette vorstellen. Hmm, gute Idee – das werde ich morgen gleich mal machen 😉 .

 

Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat

 

Auch wenn sich die Kombination vielleicht erst ungewohnt anhört – der Salat ist wirklich superlecker! Probiert das auf jeden Fall mal aus. Es lohnt sich. Und die Erdbeerzeit dauert ja noch mindestens drei Wochen – also keine Ausreden 😉 .

Erdbeer-Gurken-Basilikum-Salat

 

Erdbeerige Kombinationsgrüße,

Kathrin

 

 

mmm

Der Spuk ist vorbei – alle Kürbisse bitte aufessen

So, nachdem Halloween vorüber ist, ist es an der Zeit, sämtliche Gruselkürbisse der Resteverwertung zuzuführen. Es sei denn, Eure Kürbisse sind gar keine Halloween- sondern ganz stinknormale Herbstdeko – dann dürft Ihr sie natürlich noch ein bisschen stehenlassen 😉 .

Auch auf die Gefahr hin, eine Spielverderberin zu sein: Ich habe in diesem Jahr weder Halloween- noch sonstige Herbstdeko und esse alle Kürbisse sofort auf. Auch wenn ich durch Pinterest schon arg angefixt worden bin und mich seeeeehr zurückhalten musste, keine kleinen Mumien aus mit Toilettenpapier umwickelten Trinkpäckchen zu machen, weigere ich mich bisher noch standhaft, dieses Importfest mitzumachen. Versteht mich nicht falsch – ich habe überhaupt gar nichts dagegen, wenn Halloween dort, wo es seinen Ursprung hat, enthusiastisch und mit Freude gefeiert wird. Hierzulande ist es aber dann doch mehr oder weniger ein reines Dekofest ohne Hintergrund, und dazu habe ich persönlich keine Lust. Ich habe einfach keinen Bezug dazu. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem EURE Halloween-Deko bewundere! Außerdem will ich auch gar nicht ausschließen, dass ich mich nicht vielleicht doch erweichen lasse, wenn die Raupe älter ist und der ganze Kindergarten Halloween feiert… Ich habe übrigens mal gelesen, dass Halloween erst so richtig hier Einzug gehalten hat, als wegen des Golfkrieges 1991 hier kein Karneval gefeiert wurde – und die entsprechenden Branchen ihren Verkleidungskram dann eben im Herbst losgeworden sind. Na, wenn das kein Grund zum Halloweenfeiern ist…

So, Spielverderberinnen-Modus wieder aus 😉 .

Was ich eigentlich sagen wollte: Halloween hin oder her – wir sind mittlerweile richtige Kürbisfans geworden. Selbst Herr Wunderbar darf von nun an mit dem Namen Pumpkin-Man angesprochen werden, denn er ist diesen Herbst der Haupt-Kürbisbearbeiter bei uns. Da unsere kleine Raupe Nimmersatt (die ich Euch demnächst mal vorstellen muss) ja erst sieben Monate als ist und sich zu einem nicht unwesentlichen Teil von Brei ernährt, bietet sich momentan natürlich Kürbisbrei besonders an. Und da Pumpkin-Man so ein vorbildlicher und lieber Vater ist (ist er wirklich!), hat er es sich nicht nehmen lassen, seiner kleinen Raupe schon zweimal solche Mengen an Kürbis-Möhren-Kartoffel-Fleisch-Brei zu kochen, dass eine ganze Raupenkompanie davon satt geworden wäre. Die Raupe, die zum Glück bislang ALLES ist, freut sich,  dass sie so tollen selbstgekochten Brei hat. Die Mama (also ich) freut sich, dass sie jetzt wochenlang mittags keinen Brei mehr zu kochen braucht. Und die Kühltruhe freut sich, dass sie endlich mal ausgelastet ist.

Beim letzten Mal hat Pumpkin-Man allerdings das Vertilgungsvermögen der Raupe Nimmersatt dann ebenso überschätzt wie das weitere Fassungsvermögen unserer Kühltruhe – DREI Kürbisse sind dann doch ein wenig viel für ein Baby. Zumal dieses Baby ja auch noch mal was anderes essen will. Und so kam es, dass noch so viel Kürbis für Pumpkin-Man und mich übrig blieb, dass es für SECHS LITER unserer allerliebsten Lieblingskürbissuppe reichte. Da sie uns aber wirklich unglaublich gut schmeckt, war das gar nicht schlimm. So nach und nach haben wir sie tatsächlich aufbekommen. Wir haben nämlich zwar ein ganzes Kochbuch nur mit Kürbisrezepten, machen aber immer nur diese eine Suppe. Vielleicht wage ich demnächst aber doch noch mal ein neues Rezept…

 

Und das ist sie: Pumpkin-Mans fruchtige Möhren-Kürbissuppe:

Kürbissuppe

 

Ich weiß, Kürbissuppe ist – gerade zu dieser Jahreszeit – nun nicht das ausgefallenste aller Rezepte… Aber diese ist wirklich lecker.

Herbstlaub

Und das braucht Ihr dafür (die Mengenangaben könnt Ihr dann je nach Größe des Kürbisses variieren – keine Sorge, nach diesem Rezept werden es keine 6 Liter…):

  • ca. 1 kg Kürbis (wenn Ihr Hokkaido nehmt, spart Ihr Euch das Schälen)
  • ca. 800 g Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • ein ordentliches Stück frischer Ingwer (vielleicht so 2x5x1 cm)
  • Butter/Öl zum Anbraten
  • ca. 1 l Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 Dosen Kokosmilch
  • ca. 0,2 l Orangensaft
  • Salz, Pfeffer, Curry, Cayennepfeffer
  • Sojasauce
  • Kürbiskerne
  • Crema di Balsamico

 

Und so wird’s gemacht:

  • Kürbis und Möhren putzen und in kleine Stücke schneiden (Hokkaidokürbis braucht nicht geschält zu werden – andere Sorten schon).
  • Zwiebel und Ingwer schälen und klein hacken.
  • Butter oder Öl in einem großen Topf erhitzen; Kürbis, Möhren, Zwiebel und Ingwer darin andünsten.
  • Brühe dazugießen und alles weichkochen.
  • Dann pürieren.
  • Kokosmilch und Orangensaft einrühren (die Menge bemisst sich danach, wie flüssig man die Suppe haben möchte und wie intensiv sie schmecken soll: mehr Kokosmilch=milder, mehr Orangensaft=fruchtiger).
  • Mit den Gewürzen und der Sojasauce abschmecken (da kann ruhig ein ordentlicher Schuss rein).
  • Noch einmal kurz aufkochen.
  • Mit Kürbiskernen und Crema di Balsamico garniert servieren (die Crema die Balsamico unbedingt verwenden – die ist nicht nur Deko, sondern ganz wichtig für den Geschmack!).

Dazu schmeckt frisches Brot.

Pumpkin-Mans fruchtige Möhren-Kürbissupperote Beeren

 

 

 

Pumpkin-Mans fruchtige Kürbissuppe III

IMG_1719Pumpkin-Mans fruchtige Kürbissuppe II

 

Und wie esst Ihr Kürbis am liebsten?

Kürbissige Grüße,

 

Kathrin

 

 

 

 

Ein Apfel am Tag…

In unserem Garten steht ein Apfelbaum.

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Keine Ahnung, welche Sorte. Er wurde mitsamt dem Haus sozusagen gebraucht gekauft. Ehrlich gesagt schmecken seine Äpfel pur (also unverarbeitet) nur so mittelmäßig. Also, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Irgendwie gibt es auch Äpfel mit mehr Geschmack… Bestimmt ist es eine ganz tolle alte Sorte und wir haben nur völlig verirrte Geschmacksnerven, die durch das Supermarkt-Apfel-Einerlei fehlgeprägt wurden. Naja, wie dem auch sei: Er ist nunmal da, er hing bis vor Kurzem randvoll und in diesem Fall richten wir uns NICHT nach Herrn Wunderbar, der am liebsten einfach gewartet hätte, bis…

 

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Nein, im Falle des Apfelbaumes durfte ich bestimmen, daher hieß es für Herrn Wunderbar (der sich dann auch gar nicht mehr gesträubt hat, sondern eigentlich doch ganz angetan von der Idee war, massenhaft kostenlose Bioäpfel vom eigenen Baum zu haben): Ran an den Apfelpflücker. Überaus praktisch, so’n Ding:

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Weiß jemand, was für eine Apfelsorte das ist? Ich habe schon ein bisschen gegoogelt und meine, es könnten Klaräpfel sein. Da ich nun aber überhaupt keine Apfelexpertin bin, kann ich auch komplett danebenliegen.

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Jedenfalls waren es viele…

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Leider halten sich die Äpfel auch nicht so ewig lange, daher haben wir das Pflücken auch in mehreren Etappen aufgeteilt. Mittlerweile sind alle runter. Trotzdem wussten wir nicht so recht, was wir mit den ganzen Äpfeln anfangen sollten.

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Zum Glück schmecken die Äpfel in verarbeiteter Form dann doch ganz gut.

Eine Riesenkiste voll haben wir meinen Eltern gegeben, die daraus Saft gemacht haben, zwei große Töpfe voll habe ich zu Apfelmus verarbeitet (einen mit und einen ohne Zucker – das ohne Zucker bekommt die Raupe jetzt immer in ihren Brei), einen Apfel pro Tag (haha, da hält er sich wohl an den Spruch) isst Herr Wunderbar in seinem Müsli und zwei Apfelkuchen habe ich schon gebacken (aber mangels eines Blogs sah ich bislang noch keine Notwendigkeit, sie zu fotografieren).

Ja, und heute habe ich nach einem wunderbaren Herbstspaziergang eine suuuuperleckere Art Applecrumble gemacht. Quasi statt Kuchen. Oder statt Mittagessen (das fand heute nicht statt). Das war sooo lecker. Und dank der Äpfel ja auch irgendwie fast gesund. Fast…

 

1797Das war echt sooo lecker! Genau passend zum wunderbar sonnig-kalten Herbstwetter. Durch den Zimt schmeckt es auch schon fast ein bisschen weihnachtlich.

Ein richtiges Crumble ist es nicht, aber es besteht aus Früchten, es ist warm und es hat Brösel obendrauf. Zählt für mich also als eine Art Crumble.

 

Für eine mittelgroße Auflaufform braucht Ihr:

  • 2 sehr große Äpfel (oder eben die entsprechende Menge kleinerer Äpfel)
  • 3 EL Zucker
  • 1 – 1,5 TL Zimt (je nachdem, wie zimtig es sein soll)
  • Amarettini
  • 0,1 – 0,2 l Apfelsaft (ich hab nicht so genau drauf geachtet)
  • 50 g Butter

 

Und so wird’s gemacht:

  • Die Äpfel schälen, enthausen (gibt es das Wort überhaupt?) und in Scheiben schneiden.
  • Zimt und Zucker vermischen.
  • Die Amarettini zu kleinen Bröseln verarbeiten – ich habe sie in eine Tüte gesteckt und mit dem Nudelholz plattgewalzt (Achtung, keine Papiertüte nehmen, die reißt und alles ist vollgekrümelt. Ratet mal, wem das passiert ist.).
  • Einen Teil der Butter zum Einfetten der Form benutzen.
  • Einen Teil der Amarettinibrösel in die Form streuen.
  • Eine Lage Äpfel in die Form schichten, mit Zimtzucker und Amarettinibröseln bestreuen.
  • Den letzten Schritt schichtweise wiederholen, bis alle Apfelscheiben in der Form sind (bei mir waren es drei Schichten).
  • Den Apfelsaft an den Seiten dazugießen (nicht über die Brösel, sonst werden die matschig).
  • Die restliche Butter in kleinen Flöckchen obendrauf setzen.
  • Bei ca. 175 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25-30 Minuten backen.
  • Dazu passt Vanillesauce ganz hervorragend. Bestimmt schmeckt es aber auch mit Vanilleeis.

 

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Hmmmmm….

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Habt Ihr auch so viele Äpfel? Und wenn ja, was macht Ihr Schönes daraus?

 

Ich wünsche Euch strahlendschöne, appelcrumbelige Herbsttage!

Alles Liebe,

Kathrin