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Der Spuk ist vorbei – alle Kürbisse bitte aufessen

So, nachdem Halloween vorüber ist, ist es an der Zeit, sämtliche Gruselkürbisse der Resteverwertung zuzuführen. Es sei denn, Eure Kürbisse sind gar keine Halloween- sondern ganz stinknormale Herbstdeko – dann dürft Ihr sie natürlich noch ein bisschen stehenlassen 😉 .

Auch auf die Gefahr hin, eine Spielverderberin zu sein: Ich habe in diesem Jahr weder Halloween- noch sonstige Herbstdeko und esse alle Kürbisse sofort auf. Auch wenn ich durch Pinterest schon arg angefixt worden bin und mich seeeeehr zurückhalten musste, keine kleinen Mumien aus mit Toilettenpapier umwickelten Trinkpäckchen zu machen, weigere ich mich bisher noch standhaft, dieses Importfest mitzumachen. Versteht mich nicht falsch – ich habe überhaupt gar nichts dagegen, wenn Halloween dort, wo es seinen Ursprung hat, enthusiastisch und mit Freude gefeiert wird. Hierzulande ist es aber dann doch mehr oder weniger ein reines Dekofest ohne Hintergrund, und dazu habe ich persönlich keine Lust. Ich habe einfach keinen Bezug dazu. Das heißt aber nicht, dass ich nicht trotzdem EURE Halloween-Deko bewundere! Außerdem will ich auch gar nicht ausschließen, dass ich mich nicht vielleicht doch erweichen lasse, wenn die Raupe älter ist und der ganze Kindergarten Halloween feiert… Ich habe übrigens mal gelesen, dass Halloween erst so richtig hier Einzug gehalten hat, als wegen des Golfkrieges 1991 hier kein Karneval gefeiert wurde – und die entsprechenden Branchen ihren Verkleidungskram dann eben im Herbst losgeworden sind. Na, wenn das kein Grund zum Halloweenfeiern ist…

So, Spielverderberinnen-Modus wieder aus 😉 .

Was ich eigentlich sagen wollte: Halloween hin oder her – wir sind mittlerweile richtige Kürbisfans geworden. Selbst Herr Wunderbar darf von nun an mit dem Namen Pumpkin-Man angesprochen werden, denn er ist diesen Herbst der Haupt-Kürbisbearbeiter bei uns. Da unsere kleine Raupe Nimmersatt (die ich Euch demnächst mal vorstellen muss) ja erst sieben Monate als ist und sich zu einem nicht unwesentlichen Teil von Brei ernährt, bietet sich momentan natürlich Kürbisbrei besonders an. Und da Pumpkin-Man so ein vorbildlicher und lieber Vater ist (ist er wirklich!), hat er es sich nicht nehmen lassen, seiner kleinen Raupe schon zweimal solche Mengen an Kürbis-Möhren-Kartoffel-Fleisch-Brei zu kochen, dass eine ganze Raupenkompanie davon satt geworden wäre. Die Raupe, die zum Glück bislang ALLES ist, freut sich,  dass sie so tollen selbstgekochten Brei hat. Die Mama (also ich) freut sich, dass sie jetzt wochenlang mittags keinen Brei mehr zu kochen braucht. Und die Kühltruhe freut sich, dass sie endlich mal ausgelastet ist.

Beim letzten Mal hat Pumpkin-Man allerdings das Vertilgungsvermögen der Raupe Nimmersatt dann ebenso überschätzt wie das weitere Fassungsvermögen unserer Kühltruhe – DREI Kürbisse sind dann doch ein wenig viel für ein Baby. Zumal dieses Baby ja auch noch mal was anderes essen will. Und so kam es, dass noch so viel Kürbis für Pumpkin-Man und mich übrig blieb, dass es für SECHS LITER unserer allerliebsten Lieblingskürbissuppe reichte. Da sie uns aber wirklich unglaublich gut schmeckt, war das gar nicht schlimm. So nach und nach haben wir sie tatsächlich aufbekommen. Wir haben nämlich zwar ein ganzes Kochbuch nur mit Kürbisrezepten, machen aber immer nur diese eine Suppe. Vielleicht wage ich demnächst aber doch noch mal ein neues Rezept…

 

Und das ist sie: Pumpkin-Mans fruchtige Möhren-Kürbissuppe:

Kürbissuppe

 

Ich weiß, Kürbissuppe ist – gerade zu dieser Jahreszeit – nun nicht das ausgefallenste aller Rezepte… Aber diese ist wirklich lecker.

Herbstlaub

Und das braucht Ihr dafür (die Mengenangaben könnt Ihr dann je nach Größe des Kürbisses variieren – keine Sorge, nach diesem Rezept werden es keine 6 Liter…):

  • ca. 1 kg Kürbis (wenn Ihr Hokkaido nehmt, spart Ihr Euch das Schälen)
  • ca. 800 g Möhren
  • 1 große Zwiebel
  • ein ordentliches Stück frischer Ingwer (vielleicht so 2x5x1 cm)
  • Butter/Öl zum Anbraten
  • ca. 1 l Gemüsebrühe
  • 1 – 1,5 Dosen Kokosmilch
  • ca. 0,2 l Orangensaft
  • Salz, Pfeffer, Curry, Cayennepfeffer
  • Sojasauce
  • Kürbiskerne
  • Crema di Balsamico

 

Und so wird’s gemacht:

  • Kürbis und Möhren putzen und in kleine Stücke schneiden (Hokkaidokürbis braucht nicht geschält zu werden – andere Sorten schon).
  • Zwiebel und Ingwer schälen und klein hacken.
  • Butter oder Öl in einem großen Topf erhitzen; Kürbis, Möhren, Zwiebel und Ingwer darin andünsten.
  • Brühe dazugießen und alles weichkochen.
  • Dann pürieren.
  • Kokosmilch und Orangensaft einrühren (die Menge bemisst sich danach, wie flüssig man die Suppe haben möchte und wie intensiv sie schmecken soll: mehr Kokosmilch=milder, mehr Orangensaft=fruchtiger).
  • Mit den Gewürzen und der Sojasauce abschmecken (da kann ruhig ein ordentlicher Schuss rein).
  • Noch einmal kurz aufkochen.
  • Mit Kürbiskernen und Crema di Balsamico garniert servieren (die Crema die Balsamico unbedingt verwenden – die ist nicht nur Deko, sondern ganz wichtig für den Geschmack!).

Dazu schmeckt frisches Brot.

Pumpkin-Mans fruchtige Möhren-Kürbissupperote Beeren

 

 

 

Pumpkin-Mans fruchtige Kürbissuppe III

IMG_1719Pumpkin-Mans fruchtige Kürbissuppe II

 

Und wie esst Ihr Kürbis am liebsten?

Kürbissige Grüße,

 

Kathrin

 

 

 

 

Ein Apfel am Tag…

In unserem Garten steht ein Apfelbaum.

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Keine Ahnung, welche Sorte. Er wurde mitsamt dem Haus sozusagen gebraucht gekauft. Ehrlich gesagt schmecken seine Äpfel pur (also unverarbeitet) nur so mittelmäßig. Also, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Irgendwie gibt es auch Äpfel mit mehr Geschmack… Bestimmt ist es eine ganz tolle alte Sorte und wir haben nur völlig verirrte Geschmacksnerven, die durch das Supermarkt-Apfel-Einerlei fehlgeprägt wurden. Naja, wie dem auch sei: Er ist nunmal da, er hing bis vor Kurzem randvoll und in diesem Fall richten wir uns NICHT nach Herrn Wunderbar, der am liebsten einfach gewartet hätte, bis…

 

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Nein, im Falle des Apfelbaumes durfte ich bestimmen, daher hieß es für Herrn Wunderbar (der sich dann auch gar nicht mehr gesträubt hat, sondern eigentlich doch ganz angetan von der Idee war, massenhaft kostenlose Bioäpfel vom eigenen Baum zu haben): Ran an den Apfelpflücker. Überaus praktisch, so’n Ding:

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Weiß jemand, was für eine Apfelsorte das ist? Ich habe schon ein bisschen gegoogelt und meine, es könnten Klaräpfel sein. Da ich nun aber überhaupt keine Apfelexpertin bin, kann ich auch komplett danebenliegen.

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Jedenfalls waren es viele…

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Leider halten sich die Äpfel auch nicht so ewig lange, daher haben wir das Pflücken auch in mehreren Etappen aufgeteilt. Mittlerweile sind alle runter. Trotzdem wussten wir nicht so recht, was wir mit den ganzen Äpfeln anfangen sollten.

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Zum Glück schmecken die Äpfel in verarbeiteter Form dann doch ganz gut.

Eine Riesenkiste voll haben wir meinen Eltern gegeben, die daraus Saft gemacht haben, zwei große Töpfe voll habe ich zu Apfelmus verarbeitet (einen mit und einen ohne Zucker – das ohne Zucker bekommt die Raupe jetzt immer in ihren Brei), einen Apfel pro Tag (haha, da hält er sich wohl an den Spruch) isst Herr Wunderbar in seinem Müsli und zwei Apfelkuchen habe ich schon gebacken (aber mangels eines Blogs sah ich bislang noch keine Notwendigkeit, sie zu fotografieren).

Ja, und heute habe ich nach einem wunderbaren Herbstspaziergang eine suuuuperleckere Art Applecrumble gemacht. Quasi statt Kuchen. Oder statt Mittagessen (das fand heute nicht statt). Das war sooo lecker. Und dank der Äpfel ja auch irgendwie fast gesund. Fast…

 

1797Das war echt sooo lecker! Genau passend zum wunderbar sonnig-kalten Herbstwetter. Durch den Zimt schmeckt es auch schon fast ein bisschen weihnachtlich.

Ein richtiges Crumble ist es nicht, aber es besteht aus Früchten, es ist warm und es hat Brösel obendrauf. Zählt für mich also als eine Art Crumble.

 

Für eine mittelgroße Auflaufform braucht Ihr:

  • 2 sehr große Äpfel (oder eben die entsprechende Menge kleinerer Äpfel)
  • 3 EL Zucker
  • 1 – 1,5 TL Zimt (je nachdem, wie zimtig es sein soll)
  • Amarettini
  • 0,1 – 0,2 l Apfelsaft (ich hab nicht so genau drauf geachtet)
  • 50 g Butter

 

Und so wird’s gemacht:

  • Die Äpfel schälen, enthausen (gibt es das Wort überhaupt?) und in Scheiben schneiden.
  • Zimt und Zucker vermischen.
  • Die Amarettini zu kleinen Bröseln verarbeiten – ich habe sie in eine Tüte gesteckt und mit dem Nudelholz plattgewalzt (Achtung, keine Papiertüte nehmen, die reißt und alles ist vollgekrümelt. Ratet mal, wem das passiert ist.).
  • Einen Teil der Butter zum Einfetten der Form benutzen.
  • Einen Teil der Amarettinibrösel in die Form streuen.
  • Eine Lage Äpfel in die Form schichten, mit Zimtzucker und Amarettinibröseln bestreuen.
  • Den letzten Schritt schichtweise wiederholen, bis alle Apfelscheiben in der Form sind (bei mir waren es drei Schichten).
  • Den Apfelsaft an den Seiten dazugießen (nicht über die Brösel, sonst werden die matschig).
  • Die restliche Butter in kleinen Flöckchen obendrauf setzen.
  • Bei ca. 175 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25-30 Minuten backen.
  • Dazu passt Vanillesauce ganz hervorragend. Bestimmt schmeckt es aber auch mit Vanilleeis.

 

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Hmmmmm….

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Habt Ihr auch so viele Äpfel? Und wenn ja, was macht Ihr Schönes daraus?

 

Ich wünsche Euch strahlendschöne, appelcrumbelige Herbsttage!

Alles Liebe,

Kathrin