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Wieder da.

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Mein Blog hat mich wieder. Vorläufig zumindest…

Über ein Jahr ist seit meinem letzten Beitrag vergangen. Und in dieser Zeit ist in meinem Offline-Leben unglaublich viel passiert. Eine Hochzeit, ein spannender aber fordernder Beruf, eine schwierige Schwangerschaft mit gutem Ausgang und einem wunderbaren Kind, eine sehr ausgiebige Hausplanung und so einiges mehr. Eigentlich habe ich gar keine Zeit zum bloggen. Und eigentlich war mein Blog auch vor meiner Pause noch gar nicht so richtig ans Laufen gekommen und ich bin mir gar nicht sicher, ob es sich lohnt, ihn an dieser Stelle fortzuführen. Aber irgendwie höre ich ihn rufen, meinen Blog. Erst leise. Und in letzter Zeit immer lauter.
Ich weiß noch nicht so genau, wohin die Blogreise uns führen wird – meinen Blog und mich. Aber ich mach’s jetzt einfach mal.

Mein Vorsatz geht ein bisschen gegen meinen latenten Hang zum Perfektionismus: Ich habe mir nämlich vorgenommen, nichts zu planen, sondern einfach zu machen. Ich werde jetzt nicht an meinem Header rumbasteln, der mir nicht (mehr) so richtig gefällt, ich werde keine Plugins installieren, die ich nicht so richtig verstehe und ich werde auch sonst vorerst nicht am Design herumoperieren. Es juckt mir zwar in den Fingern, aber wenn ich das mit meinem… sagen wir mal… Zehntelwissen (Halbwissen wäre nämlich extrem übertrieben)… täte, käme ich niemals zu schreiben. Und das ist es, was ich jetzt vorhabe: Einfach mal schreiben. Und Fotos zeigen. Ich will einen Blog im wahrsten Sinne des Wortes schreiben. Ein Weblog. Ein Tagebuch im Internet. Zum Nachlesen für mich und für die Menschen, die gerne an meinem/unserem Leben teilhaben möchten. Alles werde ich nicht schreiben; vieles werde ich im Privaten halten. Aber einiges möchte ich gerne mit denen teilen, die ich mag und die leider zu weit weg wohnen, um unser Leben „live und in Farbe“ mitzuerleben. Ob mein Blog zum Hausbau-Blog mutiert oder zum Mami-Blog oder zum Garten-Blog oder zum Interior-Blog oder zum DIY-Blog oder zu irgendetwas ganz anderem, weiß ich noch nicht. Das wird sich zeigen. Ich fange jetzt einfach mal wieder an…

 

Von Blogs und Käse

Ist die Blogwelt nicht einfach unglaublich? Ganz arglos guckt man auf seinem Lieblingsblog, was sich dort Neues getan hat, sieht am Rande ein kleines Bildchen von einem anderen Blog, das sooo interessant aussieht, findet dort ein neues Universum, liest den neugefundenen Blog von vorne bis hinten, findet in der Blogroll wiederum einen neuen Blog, den man wieder von vorne bis hinten durchlesen muss… und (kommt zwar zu nichts anderem mehr, aber) freut sich unglaublich über all die schönen bunten Dinge und die lieben Menschen, die ihre Ideen, ihr Wissen, ihre Geschichten, ihre Gedanken mit uns allen teilen und so die Welt ein kleines bisschen netter und interessanter machen.
Auf ähnliche Weise bin ich auf den geraten – und war sofort ganz begeistert von der tollen Schreibwerkstatt, die die Bloggerin Alex, von Beruf freiberufliche Werbetexterin, dort anbietet. Nun kann es ja – gerade mit noch frischem Blog – nicht schaden, Tipps und Tricks zur Schreibverbesserung zu bekommen; und ausserdem liebe ich Mitmachaktionen. Dies wird meine erste im Bloggerland.

Die Aufgabe: Schreibt einen Text über Whiskey, Champagner oder Käse. Ohne Fotos und Schnickschnack. Nur Text.
Also dann. Whiskey und Champagner scheiden aus – nicht so mein Metier.
Aber Käse… hmmmm… Käse liebe ich sehr. Leider darf ich Euch ja kein Foto zeigen… aber stellt Euch vor, Ihr sitzt in Südfrankreich auf einer Restaurantterrasse, es ist warm, die Sonne ist soeben untergegangen, in der Ferne könnt Ihr das Meer erahnen – und direkt vor Euch auf den rustikalen Tisch stellt der Kellner ein Glas Rotwein (oder ein anderes Getränk Eurer Wahl), einen Korb mit Baguette und ein Holzbrett mit Käse. Es ist nicht irgendein Käse. Nein, es ist ein aromatisch duftender Weichkäse, dessen Inneres sanft zerfließt, als Ihr das Äußere mit dem Messer durchstoßt. Ihr gebt ein Stückchen davon auf ein Stück Baguette… und hmmmmmmm… Welch eine Geschmacksexplosion! Habt Ihr jemals etwas Göttlicheres gegessen? Ich glaube, das ist denklogisch nicht möglich.
Ihr sitzt also da und bedauert die armen Unwissenden, für die Käse immer nur der doch ziemlich geschmacksarme Butterkäse, einzeln abgepackter Quasi-Käse oder bestenfalls mal eine Scheibe junger Gouda auf einem öden Labberbrötchen mit einsamer Gurkenscheibe ist.
Nichts gegen Gouda. Die Stadt Gouda ist durchaus sehenswert, der dorther stammende Käse ist in sämtlichen Reifegraden durchaus lecker – wobei ich persönlich ja den mittelalten bevorzuge, weil er die Würze des alten mit der Cremigkeit des jungen Gouda vereint. Ich war sogar mal auf einer Tagung in den Niederlanden, auf der jeder Teilnehmer einen kleinen kugeligen Gouda als Giveaway bekam – eine wunderbare Idee.
Aber Käse ist doch so viel mehr! Käse, das ist weicher, würziger echter Schafskäse, der am Stück in einer schicken Blechdose daherkommt. Das ist schmelzender, reifer Camembert – ein Schock für jeden Kühlschrank, aber ein Fest für Eure Geschmacksknospen. Das ist fester Manchego, begleitet von schwarzen Oliven und etwas Feigensenf – ein perfekter Gruß aus der Küche. Das ist warmer, gebackener Ziegenfrischkäse, frisch und fruchtig mit Himbeeressig auf Salat. Das ist zart bröckelnder, würziger Parmesan (am Stück, versteht sich!), der salzknuspernd auf der Zunge zergeht…
Ihr ahnt es schon: Ich könnte noch ewig so weitermachen. Ich liebe Käse. Nur eins ist schöner als Käse zu essen: Käse zu essen und dabei Blogs zu lesen 😉 .

Welcher ist Euer Lieblingskäse? Habt Ihr ein besonderes Käseerlebnis?
Ach ja, und bei einer käsigen Angelegenheit könntet Ihr mir noch helfen: Trotz meiner Käseleidenschaft bin ich tatsächlich noch nie dazu gekommen, mal ein echtes Käsefondue zu essen. Habt Ihr DAS Käsefonduerezept für mich?

Würzige Grüße von Eurer sich nun auf die Suche nach dem perfekten Käsefondue begebenden
Kathrin