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Ein Apfel am Tag…

In unserem Garten steht ein Apfelbaum.

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Keine Ahnung, welche Sorte. Er wurde mitsamt dem Haus sozusagen gebraucht gekauft. Ehrlich gesagt schmecken seine Äpfel pur (also unverarbeitet) nur so mittelmäßig. Also, nicht schlecht, aber auch nicht wirklich gut. Irgendwie gibt es auch Äpfel mit mehr Geschmack… Bestimmt ist es eine ganz tolle alte Sorte und wir haben nur völlig verirrte Geschmacksnerven, die durch das Supermarkt-Apfel-Einerlei fehlgeprägt wurden. Naja, wie dem auch sei: Er ist nunmal da, er hing bis vor Kurzem randvoll und in diesem Fall richten wir uns NICHT nach Herrn Wunderbar, der am liebsten einfach gewartet hätte, bis…

 

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Nein, im Falle des Apfelbaumes durfte ich bestimmen, daher hieß es für Herrn Wunderbar (der sich dann auch gar nicht mehr gesträubt hat, sondern eigentlich doch ganz angetan von der Idee war, massenhaft kostenlose Bioäpfel vom eigenen Baum zu haben): Ran an den Apfelpflücker. Überaus praktisch, so’n Ding:

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Weiß jemand, was für eine Apfelsorte das ist? Ich habe schon ein bisschen gegoogelt und meine, es könnten Klaräpfel sein. Da ich nun aber überhaupt keine Apfelexpertin bin, kann ich auch komplett danebenliegen.

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Jedenfalls waren es viele…

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Leider halten sich die Äpfel auch nicht so ewig lange, daher haben wir das Pflücken auch in mehreren Etappen aufgeteilt. Mittlerweile sind alle runter. Trotzdem wussten wir nicht so recht, was wir mit den ganzen Äpfeln anfangen sollten.

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Zum Glück schmecken die Äpfel in verarbeiteter Form dann doch ganz gut.

Eine Riesenkiste voll haben wir meinen Eltern gegeben, die daraus Saft gemacht haben, zwei große Töpfe voll habe ich zu Apfelmus verarbeitet (einen mit und einen ohne Zucker – das ohne Zucker bekommt die Raupe jetzt immer in ihren Brei), einen Apfel pro Tag (haha, da hält er sich wohl an den Spruch) isst Herr Wunderbar in seinem Müsli und zwei Apfelkuchen habe ich schon gebacken (aber mangels eines Blogs sah ich bislang noch keine Notwendigkeit, sie zu fotografieren).

Ja, und heute habe ich nach einem wunderbaren Herbstspaziergang eine suuuuperleckere Art Applecrumble gemacht. Quasi statt Kuchen. Oder statt Mittagessen (das fand heute nicht statt). Das war sooo lecker. Und dank der Äpfel ja auch irgendwie fast gesund. Fast…

 

1797Das war echt sooo lecker! Genau passend zum wunderbar sonnig-kalten Herbstwetter. Durch den Zimt schmeckt es auch schon fast ein bisschen weihnachtlich.

Ein richtiges Crumble ist es nicht, aber es besteht aus Früchten, es ist warm und es hat Brösel obendrauf. Zählt für mich also als eine Art Crumble.

 

Für eine mittelgroße Auflaufform braucht Ihr:

  • 2 sehr große Äpfel (oder eben die entsprechende Menge kleinerer Äpfel)
  • 3 EL Zucker
  • 1 – 1,5 TL Zimt (je nachdem, wie zimtig es sein soll)
  • Amarettini
  • 0,1 – 0,2 l Apfelsaft (ich hab nicht so genau drauf geachtet)
  • 50 g Butter

 

Und so wird’s gemacht:

  • Die Äpfel schälen, enthausen (gibt es das Wort überhaupt?) und in Scheiben schneiden.
  • Zimt und Zucker vermischen.
  • Die Amarettini zu kleinen Bröseln verarbeiten – ich habe sie in eine Tüte gesteckt und mit dem Nudelholz plattgewalzt (Achtung, keine Papiertüte nehmen, die reißt und alles ist vollgekrümelt. Ratet mal, wem das passiert ist.).
  • Einen Teil der Butter zum Einfetten der Form benutzen.
  • Einen Teil der Amarettinibrösel in die Form streuen.
  • Eine Lage Äpfel in die Form schichten, mit Zimtzucker und Amarettinibröseln bestreuen.
  • Den letzten Schritt schichtweise wiederholen, bis alle Apfelscheiben in der Form sind (bei mir waren es drei Schichten).
  • Den Apfelsaft an den Seiten dazugießen (nicht über die Brösel, sonst werden die matschig).
  • Die restliche Butter in kleinen Flöckchen obendrauf setzen.
  • Bei ca. 175 Grad Ober-/Unterhitze ca. 25-30 Minuten backen.
  • Dazu passt Vanillesauce ganz hervorragend. Bestimmt schmeckt es aber auch mit Vanilleeis.

 

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Hmmmmm….

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Habt Ihr auch so viele Äpfel? Und wenn ja, was macht Ihr Schönes daraus?

 

Ich wünsche Euch strahlendschöne, appelcrumbelige Herbsttage!

Alles Liebe,

Kathrin