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Der Keller {Woche 3}

In der darauffolgenden Woche passierte nicht so überragend viel am Bau. Die Sohlplatte musste über’s Wochenende trocknen; derweil wurden die Fertigbetonteile für die Kellerwände im Betonwerk angefertigt.

Dann aber ging es so richtig vorwärts: Der Keller wurde geliefert. Zu meinem großen Bedauern musste ich an diesem Tag arbeiten. Aber Herr Kathrinville war glücklicherweise mit meiner Kamera zur Stelle.

Kommt ein Betonteil geflogen…

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Und noch eins mit Aussparung für’s Kellerfenster (die Holzkonstruktion ist natürlich nur ein Platzhalter – obwohl ein Holzsprossenfenster für den Abstell- und Gerümpelkeller (denn da kommt dieses Teil hin) natürlich auch nicht schlecht wäre… das wäre mal wahrer Luxus: Ein Sprossenfenster an einer unsichtbaren Stelle 😉 ):

Fertigbetonteil mit Aussparung für's Kellerfenster

Man braucht übrigens einen recht großen Kran dafür:

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Wir bekommen übrigens einen (hoffentlich) wasserundurchlässigen Keller, dessen Wände aus zweischaligen Betonfertigteilen in einer Gesamtstärke von 40 cm mit Bewehrung bestehen. Die Zwischenräume wurden vor Ort mit wasserundurchlässigem Ortbeton ausgegossen (das hat den Vorteil eines fugenlosen Betonkerns).

Fertigbetonteil mit Aussparung für's Kellerfenster

Letzte Handgriffe… und die Wand steht.

Fertigbetonteil mit Aussparung für's Kellerfenster

Als alle Teile an ihrem Platz waren, konnte der Ortbeton von oben eingefüllt werden:

Fertigbetonteil wird mit Ortbeton ausgegossen

Fertigbetonteil wird mit Ortbeton ausgegossen

Fertigbetonteil wird mit Ortbeton ausgegossen

 

Da unser Grundstück leicht abschüssig ist, ragt das Kellergeschoss an einigen Stellen aus der Erde. Aus diesem Grund haben wir vorne und auch an der linken Seite (von vorne aus gesehen) ein Hochparterre – was von uns auch durchaus so gewollt ist, weil dadurch die beiden vorderen „Kellerfenster“ eben keine Kellerfenster, sondern ganz normale oberirdische Fenster sind, was die beiden vorderen Kellerräume natürlich massiv aufwertet und wesentlich nutzbarer macht.

Die Teile der Kellerwände, die oberirdisch verlaufen, bestehen nicht aus vorgefertigtem Beton, sondern wurden vor Ort gemauert. Hier sieht man, wie die linken Kellerwände (im Bild hinten) schon fast fertig gemauert sind).

Keller steht

Und noch mal aus einer anderen Perspektive:

Hausbau, Kellerwände

Die Betonfertigteile wurden dann mit einer schwarzen Masse (ich meine, es war eine Art Bitumen) gestrichen und danach mit den schicken lila Platten versehen – das ist die Perimeterdämmung. Die Ripsy als kleine Lila-Fanatikerin findet es sicher schade, dass man das Lila schon kurze Zeit später gar nicht mehr sehen konnte…

KellerHier noch in schickem Schwarz:

 

20140920_124213_AndroidUnd hier kann man auch sehr gut sehen, dass zu diesem Zeitpunkt bereits die Kellerinnen wände fertig gemauert waren. Wir bekommen übrigens sechs Kellerräume:

  • Der von der Straße aus gesehen vorne links gelegene Raum (mit zwei oberirdischen Fenstern) wird ein Gästezimmer.
  • Der vorne rechts gelegene Raum (mit einem oberirdischem Fenster) wird ein Spiel-/Sportzimmer. Herr Kathrinville und ich haben es extra so bemessen, dass dort eine Tischtennisplatte reinpasst und man zumindest ein bisschen Platz zum Spielen hat, auch wenn Rundlauf wahrscheinlich eher nicht möglich sein wird. Aber ich freue mich schon sehr darauf! Bei meinen Eltern im Keller hatten wir auch eine Tischtennisplatte; die wurde im Winter immer rege genutzt.
  • Ein minikleiner Raum vorne in der Mitte (ohne Fenster) wird der Heizungsraum.
  • Der Raum hinten links (ebenfalls mit oberirdischem Fenster) wird Wasch- und Vorratskeller. Hierfür habe ich schon tolle Pläne (Pinterest sei Dank).
  • Ein kleiner Durchgangsraum hinten in der Mitte wird die Werkzeugsammlung des Hausherrn beheimaten.
  • Und der Raum hinten rechts (mit dem oben zu sehenden unterirdischen Fenster, in dem jetzt noch die „Sprossen“ als Platzhalter fungieren) wird sozusagen der Gerümpelkeller. Hier werden wir alles aufbewahren, was aktuell keinen anderen Platz hat: Koffer, Weihnachtsdeko im Sommer, Planschbecken im Winter usw..

Das ist für Außenstehende vielleicht schwer vorstellbar, aber es war ein tolles Gefühl, den Keller zu betreten und sich vorzustellen, wo alles später sein wird. Endlich ein bisschen richtiges „Unser-Haus-Gefühl“!

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Wenige Tage später kam bereits die Kellerdecke – diesmal konnten wir beide nicht dabei sein. Aber gut sah sie aus. Hier noch mit massenhaft Eisen:

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Keller mit Kellerdecke

 

Und dann mit einer fertig gegossenen Kellerdecke. Das Loch ist die Aussparung für die Treppe:

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Der Keller war jetzt tatsächlich ein richtiger Keller:

Neubau, Keller

 

Leider hat es schon ein bisschen durch die ja noch offenen Fensteröffnungen reingeregnet. Ich kann das gar nicht mit ansehen und muss ständig den Impuls unterdrücken, das Wasser wegzuschaffen. Mein armer neuer Keller 😉 . Aber das wird schon. Ich gehe einfach mal davon aus, dass die Rohbauarbeiter das dann abpumpen/entfernen werden, wenn es Zeit dazu ist.

Apropos Rohbauarbeiter: Mit denen sind wir bislang top zufrieden! Ich habe ja noch nicht so wahnsinnig viele Baustellen gesehen, aber diese hier macht einen unglaublich ordentlichen Eindruck. Und soweit wir das als Laien beurteilen können, werden auch alle Arbeiten sehr rasch und akkurat ausgeführt. Und nett sind die, mit denen wir bis jetzt zu tun hatten, auch noch! Ist ja nicht immer selbstverständlich…

 

Hochzufriedene Grüße,

Kathrin