Jetzt geht’s los!

… und dabei sind wir eigentlich schon mittendrin.

Ich komme nur gar nicht mehr hinterher mit dem posten, weil momentan sooo viel passiert. Nach nur kurzer Babypause musste ich leider schon wieder anfangen zu arbeiten, auch wenn ich am liebsten mindestens ein Jahr Elternzeit genommen hätte. Am allerliebsten sogar zwei. Aber das ging nun mal leider nicht. Glücklicherweise kann Herr Kathrinville ein ganzes Jahr Elternzeit nehmen, so dass die Kinderlein in besten Händen sind.

Kurz vor dem Arbeitsstart wurde Kindlein Nr. 2 getauft. Ein wunderschöner Tag für uns alle (und vielleicht werde ich hier noch davon berichten). Und auch auf dem Bau geht es mittlerweile richtig zur Sache, so dass ich mal wieder viel zu berichten und vor allem viele Fotos zu zeigen habe.

Nachdem das alte Haus abgerissen war, baggerte das Abrissunternehmen absprachegemäß direkt das Loch für den neuen Keller aus. Der Keller des neuen Hauses wird nämlich tiefer als der des alten (der war höchstens 1,80 m tief – mein Vater und Herr Kathrinville mussten darin immer gebückt gehen) und außerdem wird unser neues Haus ein bisschen breiter, dafür aber nicht so tief.

Wir wussten ja, dass es beim alten Haus eine Wasserproblematik gab – das war ja auch einer der Hauptgründe für den schlechten Zustand der Bausubstanz – aber trotzdem waren wir nicht übermäßig begeistert, als unsere frische neue Baugrube (über die wir uns ansonsten sehr gefreut haben) sich in einer Ecke mit Wasser füllte:

Baugrube

21082014946

Das bedeutete nämlich zusätzliche Kosten: Eine Grundwasserabsenkung war uns in satter vierstelliger Höhe in Aussicht gestellt worden. Aber das Wasser war ja nunmal da und musste irgendwie weg.

Baugrube

IMG_7842

Letztlich wurde in sogenannter offener Wasserhaltung gearbeitet: An einer Seite wurde die Grube noch ein wenig verbreitert und auch ein wenig tiefer ausgeschachtet, so dass sich das Wasser dort sammeln konnte und von dort aus abgepumpt wurde. Mittlerweile wurde in der im oberen Bild zu sehenden Ecke oben rechts ein Brunnenschacht gebaut, aus dem das Wasser jetzt abgepumpt wird.

Der ausgeschachtete Mutterboden wurde übrigens komplett abgefahren und entsorgt, was direkt das zweite Ärgernis darstellte. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich davon null Ahnung habe, aber uns wurde gesagt, der Boden sei von einer solchen Beschaffenheit (lehmig? Ich weiß es schon gar nicht mehr genau), dass es unmöglich ist, ihn nach einem etwaigen Anfüllen wieder ordnungsgemäß zu verdichten. Das ist blöd, denn so müssen wir sowohl für die Abfuhr und Entsorgung zahlen als auch demnächst neuen Boden ankaufen. Aber auch das ist mal wieder ein klassischer Fall von „Wat mutt, dat mutt“.

 

Aber dann wurde es wieder spannend. Unser neues Haus wurde zum ersten Mal erahnbar: Mit Holzlatten wurde der Kellerabriss abgesteckt, sodann wurde der Boden mit Folie ausgelegt und es kamen massenhaft Eisenplatten hinein. Soll ja schließlich ein paar Jährchen halten.

Kellersohle, Stahlplatten

Hier sieht man übrigens unseren neuen Brunnenschacht (auf den wir gerne verzichtet hätten…):

Baugrube, Stahlmatten, Brunnenschacht

Und dann ging es los: Vier große LKW mit Beton versperrten eine halbe Stunde lang die Straße und warteten auf den Wagen mit dem Schlauch, der noch auf einer anderen Baustelle gebraucht wurde. Und das am Freitagnachmittag. Aber irgendwann war er da.

Beton kommt

Und das war das Ergebnis dieses Freitagnachmittages – die fertig betonierte Sohlplatte:

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Die Ripsy (also Kind I – diesen Spitznamen erkläre ich bei Gelegenheit an anderer Stelle mal) war der Meinung, das sei Wasser. Naja, für eine Zweieinhalbjährige sieht das wahrscheinlich aus wie ein großes Schwimmbecken. Zum Glück ist sie keine große Draufgängerin und brauchte nicht davon abgehalten zu werden, hineinzuspringen.

Da der Beton ja in einem Guss gegossen werden muss (seltsame Formulierung irgendwie), dauerte das Prozedere bis in den frühen Abend hinein. Kurz darauf zeigte sich schon der Mond, und da war die Ripsy ganz furchtbar niedlich. Sie setzte sich ganz alleine mit ihrem Brötchen in der Hand und ihrer lustigen Kapuze (mit Öhrchen dran) auf dem Kopf auf den kleinen Kantstein zum Feld hin, war ganz still und wollte einfach nur den Mond („mein Mond!“) betrachten. Mit zweieinhalb! Ist das nicht süß?

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